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Im Jahre 15338) verkaufte Her mann Koch einen Zins von einem Pfund
„ab seinem Haus und Hofstatt , miisa mpt dem Bomgarien dabei , alles zu Schendlinge
n zwischen dem Closter- und Ri ederholtz gelegen, stoßt an Cristan und Connraten
die Koche n seine Brüder, mehr ab seinem Rebgarten, auch zu Schendlingen,
sampt dem Äckerlin dara n, stoßt an seine n Bruder Connrat, an Riederholtz
und -esch."
Die Bildstein-Rumer bes aßen Schendlingen seit 1467—1469.
Am 5. Dezember 1467 9) verkaufte Mach ias Humpuler und Elsa Hänsl erin
dem Co nrat Ruman ein Sechstel an dem Gut zu Schöndlin, das sie von Claus
Hänsler ererbt. Am 29. Septe mber 1468 verkaufte Anna Henslerin, genannt
Schendlerin, Claufen Schendl ers Tochter für 13 Pfund den sechsten Teil des
Guts zu „Schendlin nebe nt dem Closter zu Bregent z gelegen, in Hus, Hofstetten,
Städeln, Ackern und Wies en, dem Co nnrat Billstain, den man nempt Ruman."
Ab dem ganzen Gut geht 1 Pfund zu Zins, davon 2 Schilling Notz ins, ferne r
5 Schilling Todfall. Ein Jahr später, am 13. Dezember 1469 verkauften Ursula
Syfridin, Clausen Heusler s sel. Wit we, Seyf rid und Jos die Hen sler ihre
Söhne, genannt die Schendler, Anna die Tochte r und Mat hias Humppenler, der
Toch terma nn dem Conrat Ruman dem Koch um 78 Pfund ihr Gut, genannt
„Schendlis under Nie der Esch gelegen, stoßt ainhalb an des Clos ters Holtz zu
Br egentz und ändert an Ried er holtz," so wie sie und ihre Vorde rn es inne gehabt.
Haus, Hof, Ho fstätt en, Stadel , Acke r, Baumgarten, Trieb und Tr att. Das
Gut ist rechtes Walderb vom Kl oster und zinst ein Pfund, mit 5 Schilling
Todfall.
Noch weiter zurück führt die Urkunde vom 11. September 1438. Damals
verkauften Hans Stäheli, Guta Hertrichin seine Hausfrau und Gutas eheliche
Söhne Hans Her trich der Schlosser, Jos und Peter Hertrich, sowie der Schwager
Hans Träc hsel Bürger zu Bregenz mit Wiss en des Klos ters dem Jos Brüstlin
dem Äl teren zu Bregenz das Gut „das man nempt Schendlisgut, als das
der Zun und der Eiter hüt zu tag umbfangen und begriffen hat zu Pregent z
under Riede n by dem Glosterholtz gelegen." Das Gut ist Walderblehen des Klosters
mit 1 Pfund Zins und Todfal l.
Sche ndling en ist also wie eine Eh äste hinter Zaun unb Eiter, ein Einfang,
der dem Walde spät abge wonnen wurde. Das wird durch den Namen bestätigt.
Schendlingen ist kein uralter -ingen-Ort, denn es heißt ja frü her Sche ndlin,
Sc hendlis gut und Schendler. Die Form Schenblingen kommt erst im 16. Jahrhundert
auf. Das anstoßende Ri ederfeld heißt „Schändtlisfeldt." (s ubei Riede n).
Zu Schend!lis gehört Schendler, aber nicht wie Göfner zu Göfis, was nur
auf Grund romanischer Sprachgesetze mögli ch wäre. So spät gibt es aber hier
keine Romanen mehr. Sche ndling en ist vielmehr Schendli sgut. Sche ndli ist ein
verschollener Familienname, kann also frühestens dem 13. Jahrhundert angehö
ren. Freilich wird diese r Schendli nicht !der Gründer dies es Hofes sein; für
Namensänderungen gibt es zu viele Beispiel e.
Sicher ist aber Sche ndling en als Mehverauer Walderblehen ents tanden, das
heißt als Reutlehen. Die Wal derbleihe fin det sich vorzugsweise in Neula nd.
Die ser kleine Hof ist die Rod ung eines Mehver auer Klostermannes im späteren
Mi ttelal ter. Ausdehnung und Isoliertheit spr echen nicht für eine frühere Zeit.
Was da von Röm ern und Alemannen geschri eben wurd e, ist Produkt der Phantasie.S)
Pfarrarch. 24, 34 b.
9) Unt. Mshr.