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Full text : Rieden und Vorkloster. Eine siedlungsgeschichtliche Untersuchung

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sich nun leicht feststellen, daß die Lehen seit Jahrhunderten im 'Besitze des Kaisers,
 also des Landesfürsten waren.

An St elle der Johann Georg Bauer und Jakob Hehle finde n «si ch5) 1771
und weiter zurück „von denen 2 Höfen zu Rieden" als Inhaber Johannes
Baur und Franz Raver Hehle, die Väte r. 17 35—45 sind Inhab er Franz Hehle
und Joh ann Baur (Vater des Johann), vo rher Franz Hehle und Conrad Paur,
vor 1714 Jakob Hellin und Conra d Paur. Am 26. April 1677 6) bit tet Claß
Baur um einen Lehenbr ief für feinen Sohn Conrad. Im Qberamtsprotokoll h
zum 9. Mai 1670 erscheinen „Claß Pauren und Hans Hähl ins Erben die Erzfl.
(erz fürstlichen) Höffl er daselbsten." Und in einem „ohnvergreifflichen Anschlag"
in den Leh enakten heißt ,es von „ .. zween österr eichi schen Lech enhoff zue Riedten,
 so ver mahlen Claß Paur und Jakob Hällin alda besizen, anvor aber eß
nur ain Hoff gewesfen, so bey 30 Jaren Hanns Hällin obi ges Häl lins
Dat ter see. allainig innengehabt." Und 8) am 11. Ok tober 1647 bekommt Nikolaus
 Baur nach dem Tode des Marti n Speth von Rieden den „hal ben Am btshof
 daselbsten zu Lehe n. Diese Hälfte ist bis zum heutigen Tage, also bald 300
Jähre in der Hand der Fam ilie Baur 'geblieben .

16 276) wutde der Hof nach dem Tode des Hanns Reichart und Hans Boß
neu verliehen. Die beiden kom men schon im Amts urbar des Jahr es 1605 10)
als Zinfer „vom Mayerhof zu Rieden" vor. 1580 1) zins te Hanns Röttlin vom
Mayerhof zu Rieden. Hans Röttlin kommt als Mayerhöfler auch im Mehr erauer
 Urbar 1565 unter den Anst ößern vor. Die Röttl in saßen auf dem Hose
aber schon zur Montforterzeit.

15 062) hatte Hanns Rötli n einen Acker „in der Herrsc haft Hof." Und im
Jahre 1455 3) verleihen Graf Hermann und Graf Joha nn von Montfort als
Gewaltträger dem Conra d Halber , genannt Hac ker und dem Si gmund Röttli
auf ihr Lebenlang den Mayerhof zu Rie den „mi tsamt dem 'groß en Prüel under
dem Dorf, zinst 4 Malt er Besen und 3 Habern und alle Wagenrobat," gegen
bestimmter Belohnung. Im Urbar Graf Hugos des Minnesän gers etwas vor
dem Jahre 1400 erscheint „Frantz Halder, Maiger ze Rieden." „Der Maygevhof
ze Ric ken 'gilt järlich 4 Malter Fesen und 3 Malter Habe rn Bregentzer Meß
und ain Fueder Höws uß dem Brül, de sselb Korn und Höw sol der Maiger
antwurtten uf die Burg."

Wie hier der Brühl genannt ist, so auch die meisten anderen, oben aufgeführten
 Teile des Hofes in einer Reihe von Urkund en. Allerdings gewöhnlich
nur als Anftößer, denn Veräußerung oder Tausch kam bei einem grundherrl
 ichen Hofe kaum in Betrac ht. Zu den Urkun den kommen noch ein ige Hofb efch
 reib ungen seit dem 16. Jahrhunde rt.

So zur Zeit der Heinrich Röttlin und Conrad Hueber (um 1531): ein
Haus, „St adel und Hoffv a itin, och ain grofer Pon- und Krut g arten, alles in
einem Einfang." Dann im Esch unberm Pr uel, ge. Schändtlinsfeldt 8 Iuchar t
an einan der, im Esch unberm Ölrain auch 8 Iuchart Acker, im Esch und erm

5) H. u. OA. Bragenz in den Rech nungsb üchern des Rentamts.
°) Ob-eramtsproto'to'll 20, 2716 b.
T) 18, 6. 140 b.
s) Oberamtsprotololl 8.
") Ob eramtsp rotatoll 5, 216, 220.
10) OA- Bregenz 242.
1) O. A. Breg enz 183
2) Zehentbeichreibung, Mchrera ner Arch. 188.
3) 'Schatzarchivrepertorium Innsbruck, 4. 688 Regest . -
            
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