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Full text : Rieden und Vorkloster. Eine siedlungsgeschichtliche Untersuchung

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halbwegs sicheren Nied er zu nennen . Das dritte Esch hat also wirklich auch für
das Dorf bleiben, nicht bloß für den Materhof bestanden.

Dann kann aber schon Jahrhunderte vor diese r Auszeichnung keine Gleichheit
 der Antei le geherrscht haben. Sie kann daher auch für die älteste Zeit
nicht nac hgewie sen werden. Eine Stü tze für diese Gleichh eit der Anteile im
Vovdevfeld und Hinterfeld ist die ungefähr gleiche Größe des Vorder - und Hint^rfeldes.
 Da^ dritte Gsch läßt sich nicht mehr berechnen. Schon 1506 haben am
Feldmoos viele Bregenzer Besitz. Die beiden 1565 vorkommenden Aecker der
Mehrev auer Höfe von Rie den sind nach den Eintragungen im Urbar zur sel ben
Seit an einen Hof von Siebenst er n und an einen Bregenzer gefallen. Man muß
also mit einer Ueberfremdung durch Bregenz rechnen.

Die Anwesen des 14. Jahrh underts bestanden also zu gutem Teil aus
Stücken lä ngst zertr ümme rter Höfe. Die Verteilung der Ae cker zu gleichen Teilen
 auf alle drei Esche — um die Dreifelderwirtschaft möglichst wirtschaftlich
mitmachen zu -können — war bei weitem nicht so zwingen d, wie sie immer
wied er dargestellt wird. Das traf nur bei den großen, den Maierh-öfen zu. Dort
fiel die V eräußer ung eines größeren Teile s in einem Esch sch wer im die Waagsc
 hale. Woher sollte sie ersetzt werden? Doch nur durch eine ebe nsogr oße Ehäfte!
Die hatte ber Hof aber nicht , wohl aber der kleinere Bauernhof, der ein Juchart
 sehr wohl ersetzen konnt e.

Denn der Mai-erhof ist den übri gen Höfen stark nur in der Dies e, in den
Felde rn überlegen. Auf dem Oelr ain kann von einer entsprechenden Ueb erlegenheit
 nicht gesprochen -werden.

Die Dreifelderwirtschaft ist in unserer Gegend schon seit dem Einsetz en der
Urku nden nachweisbar, also schon seit beim 8. Jahrh unde rt. Sie ist aber besti mmt
weit älter. Für Ri eden ist jedenfalls mit der Dreifelderwirtschaft seit An beginn
zu rechnen. Daher die drei Felde r des Maierhofes. Auch die übri gen Höfe
könn en nicht regel los an iber Flur beteiligt ge wesen sein. Sie waren in mind estens
 2 Eschen beteiligt, wahrscheinlich aber an allen drei. Wei tergehend war
die „Gewanneinteilung" gewiß nicht.

Die drei Flu ren, die außerhalb des Feldgutes noch Streifeneinteilung zeigen,
 sind zugl eich die drei größten Ehäften (nach bem Brühl): Auf dem Oehra ,
an der Steig und im Storggele. Aber dieselbe Erkenntnis, die es verbietet,
eine Str eifent eilung in einem engen Gebirgstal als „Waldhufenteilung" zu
bez eichne n, wo doch die Natur nichts anderes zuläßt, gilt auch hier.

Die Ehäft en auf dem Oehra li egen zwischen St raße und Terraffenrand, die
beide ziemlich ge rade hinziehen. Die Entst ehung von Streifen versteht sich daher
von selbst.

An der Steig oder „Zwischen den Raine n", wie die Flur vor Jahrhunde
 rten hieß, erzwi ngt die Ausdehnung der Terrass e ebenfalls zur Anlag e von
Streifen. Wied er sind zwei Parallelen bereits gege ben.

Beim Storggele, einem Abha ng von der Höhe des Felsriegels hinab bis
an bie Ach, -gilt Aehnliches. Der ger ade Lauf der Ach und der obere Rand
des Abha ngs haben die Streifeneinteilung nahegelegt. Während aber auf dem
Oehra keine -Gleichmäßigkeit zu erkenne n ist, -ebe nsowen ig an der Stei g, ist bas
beim Storggele anders. An ihm sind im Jahre 1809 nur -sie ben Besitzer b-ete-iligt.
 Viermal kommt ein Juch avt vor, dreim al 1/2 Juchart . Das sieht doch nach
uralter Meh rteiligkeit aus, ja nach r e gelmäßige-r Auf teilung unter
Genossen, nach ältest em, gemeins am em Au sbau.

Da war d-er Maierhof mit f4 Juch art beteil igt; bas Lehen Melch Zainlers Zainlers
            
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