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Full text : Rieden und Vorkloster. Eine siedlungsgeschichtliche Untersuchung

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vom Jahre 1565 hatte 1 Juchav t. Der Acker oberh alb des Malerhofgutes gehörte

 zum „P aur euhof" E. oben) HH Juch art groß, dann kam Va Juc hart Lehen
des Hans Kiwi von 1565. Im Jahre 1412 ('[. oben) gehörte 1 Juc hart Acker „zu

Staigg ellin" zur „Huo b".

Die großen Felder liegen alle in der Di ese. Sie li egen bestimmt ungünstige

 r wie -die Höhe des Oelrains. Besonders tr ifft das für das Feld am Weidach
 zu. Man muß also anne hmen, daß die Elhäf ten auf dem Oelr ain bei Be­*

 gründung des Hofes und Dorfes Rieden schon bestanden. Dann können sie

früher natürlich nur vom benachbarten Bregenz aus beses sen wor den sein.

Das Verhältnis zur Bregenzer Flur.

Während Rieden an der Höhe wenig A nteil hat und in einem schmal en

Winke l liegt , beherrscht Brege nz die Oe lraint erra sse vol lkommen. Soweit die

Urku nden zurückreichen, hat der Oelrain immer zu Bregenz gehört . Ebenso auch
immer der stufenwei s e Abfa ll bis zum See.

Zösmair erklärte im Dorarlberger Museumsbericht 1886 6. 31 (Der Name Oelrain)
Eva mls Verkürzung aus Oel lroa — Oelra in. Das ist natürlich unmöglich,, denn Oerach und
Oelrain kommen urkundlich gle ichzeit ig vor. — Oelrain erklärte er auf Grund einer Urkunde
 vom 30. /September 1390, (abgedruc kt iim 26. HeH des Dodenseegeschichtsvereins
1897, 6. Iß ff. im Aufsatz von Zös mair „Ue ber Schloß Bregenz") die den Namen in der
Form Olbrain enthält, aus Alberrain = Pappelrain.

Diese Deu tung kann nicht zutreffen. Zum erste n steht in derselben Urku nde neben
Olbr ain «beim hohen Alber" . Dann ist die Form Olbr ain nur diese s einzige Mal überliefert.
 Alle Quellen um 1400 h aben die Form Oelrain, nie anders.

Olbrain steht ja nuch gar nicht in einer Originalurkunde, son dern in einer Abschrift
des Kapialbuches Neu burg aus dem 16. Ja hrhund ert. Trotzd em hat aber Helbo k die Form
Olbrain in die Karte des mittelal terlic he n Breg enz übernommen. (Die Bevölkerung der
Stadt Bregenz am Bodensee 1912).

Auch sprachlich könnte aus Olbrain nie Oelrain ents tehen. An den Form Olbrain ist
nur eine fehlerhafte Abschrift schul d. Fehlerhaftes o statt ö kommt in der Abschrift auch
sonst vor: Torilin statt Törlin/, To belli statt TöbM.

Das mit der Urkunde im Kopialbuc h ungefähr gleichzeitige Montforter Urbar (Wschrift
 hat stets „uff dem Oelrain".

Die Urkunde vom 30. Jä nner 1400 (L. A.)> schreibt „un ter dem Oelrain", ebenso die
Urkunde vom 22. Juki >1407 (Tizian, Archiv f. Gesc hichte u. Lde sk. 5, 89).

Der Name Era kommt recht spät vor. 1665 (Mehr. Urbar 129): „uf dem Oerach",
gleichbleutend mit ,uf dem Oelrain." 1704 (Landg. 75, 28) „das Errachholtz."

Oerach heißt der Wald am Steilrbfall der Oel raint erra sse vom Gasthof zum Sennhof
bis zum Dorf Rieden. Die Flur oberhal b heißt „uf dem Oerach". Unten stößt die Oera
— (Oel)braigge an. Oehrach, Ae rvach ist also ein Wald name wie Birkach, Tannach, Erlach,
W eidach. Damit ist die Abl eitung von ern (arjan) — ackern (Adreß buch der Stadt Dvegenz
 1928, Einleitung) unmöglich. Hier hat man nie geackert. Usberdies wäre der Name
„Acker", wertlo s, denn Aecker gibt es an mehrer en Stell en der Ortsf lur.

Welche Lage bezeichnet Oelrain? Meist bezeichnet man so die ganze Terraffenfläche
von rund 50 Hekt ar Größ e. Aber der Bes tand teil —rain sagt es ja: Oelrain ist nur der
Abf all der Terrasse oder eine Flur an diesem Abfal l. Der „Olbra in" von 1890 liegt an
der Durgfriedensgrenze. Die zieht sich vom fal lenden Bach her über die „Landstraße von
der Brugg her" der Straße nach bis zur Mark „auf dem Ogstig", diesen hin bis auf den
„Olbrain" in die dort gesetzte Mark, dem Rain bei der „Santgrueb" nach bis in den
„Wyger" dann in den Furt, vom Furtfluß bis in den Dodsufee.

Helbok hat diese Grenze in eine Karte, großteils iden tisch mit der Stadtgemeindegrenze,
 einge t ragen, den Olbr ain aber nicht -als Rain, sondern als Flä che.

Der Oelrain kann nach di eser Urkun de nicht aus der Seite gegen das Feldmoos sein,
denn dort verläuft der Ogstig. Auch die Grenz e gegen Ri eden ist kein Rain.

Der „Rain bei der Santgr ueb" bez eichnet den unteren Terrassenrand. So ble ibt für
den Oelrain nur der -Abfall gegen das Era und seine Fortsetzung gegen das „Heidelberger
Faß" hin.
            
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