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„Da die Gemeinden Riede n und Vorkloster schon viele Jahre her immer
kläg liche und ander e Streitigkeiten in Betr es ihrer gemein habe nden Realitäten
hegeten, -inn ert 'welcher Zeit d-ie Verwuhrung an der Ach nur sehr schlecht betrieben
und zuletz t 'ganz unter lass en wurde, weswegen die Ach -gr oßen Schaden
anrichtete, sofort auch der -ganze gemeinsa-nre Platz durch das Gebü sch so verwilde
rt steht, daß nicht nur der Holz-anflug gehemm et, fon der -auch sogar die
Haaben (Biehh erde n) nicht mehr durchkommen können, über das wurde noch
von dem 'k. k. Militai r pr. 1800 die Waldung durch einen großen Verhau so
sehr -abgetrieb-en und ges ch-wäc ht, daß hierab viele Jahre kein Nutzen mehr anzuhoffen
ist. Aus dies en und mehreren andern Grün den wünschten die Gemeinden
die gänzliche Ber einödun g aller ihrer gem-ei ns- amen Realitäten, weil -solche viellei
cht mit Anbau ung - einigen dies er Felder einen größern Nutzen anzuhoffen
im Stand e seyn werden, um we lche V-erth-eilung gar oft von gedachten Gemeinden
ein wohllöbl. k. k. Kr eis- und Ob- eramt zu Auseinandersetzung der zwi schen
ihnen noch -wechselseitig -machenden Ansprüchen belästiget haben..." Jede Gemeinde
habe dar aufhin Versammlungen abge halten und schli eßl ich das Ab teilungsgeschäst
den Ortsgeschworenen und daz u-g ewählten 5—-6 Aus schüss en
überlassen.
Dara uf wurde nun Fol gendes beschlosse n.
Vorkloster trat d-e-r Gem einde Rieden seine Rechte am Weidach, Feldmoos,
Mösle und Öhraholz gegen 4 Juch art Bo d-en mittle ren Wertes ganz ab. Dann
wurde ein gemeinsames Wuhrholz zum Schutze gegen die Ach ausgemar k t. Der
bish er riedische Holz-grund bis zu bezeichneten Marken bei Schendl in gen und in
der Reute soll te an die Nieder, ebensoviel unter -der Marklinie zwischen dem
Mehrevauer Wald und dem Wuhrholz an die Vorkl oster er2) fallen. Ähnlich
wird der Ho lzgrund an d-er Ach hinunter an den See zw-e-iget-eilt. Schli eß lich
werden noch -die -Grü nde im Dorf Vorkloster und -den See entlang gegen Bregenz
„und bis an -das Bregenzervied" an beide -Gemeinden vertei lt. Hi rbei bekam
Vorkloster die -ausb-eidungenen 4 -Juchart im Vo raus, dazu -einige günstig
gelegene Hofplätze gegen -Entschädigung anderswo.
Zu di esen -grundlegenden Bestimmungen kam noch eine Reihe weiterer über
Wege, Weidgang usw. Kein Gemeindeteil sollte vom Hause verkauft oder verpfä
nd-et werden, ,-weil ansonst nur die Wuh rlasten immer durch sol che Trennungen
erschw-evt werden würde n."
Die 'Ergebnisse der Abmachung können im Ste u erkataster vom Jahre 1809
bis in die Einzelheiten ikontrolliert werd-en.
D anach -verteil te Borkloster (mit den Parzellen Reute und Schendli ngen )
die Fl uren „Innere Viehweide" mit 45 Juchart, „Ä ußere Viehweide" mit 42^
Juc hart, einen Teil -der „Reut e" mit 4%. Juch art und „am See" 133/8 Juc hart,
zusamm en also rund 104 Juc hart.
Rieden verte ilte -am See 134/2 ., „in d-er Reute" 117s, b-ei Schendl in gen
3 1/2, „ob der Steingieße" 51, „am Fesenhag" 14, das Feldmoos mit 10, Mösle
mit 2 1/2, -das Öhra mit 11 % und sc hließ lich das Weid-ach mit 19 1/2 Juch art,
zusammen 138 Juchart. 1809 w-aren alle Teile noch Vieh-weiden, nur die Weid-achteile
wer d-en durchwegs „Gemeinb-s-acker im Weid ach" genannt.
Alle der 36 Vorklosterer bekamen nach Mö-glichkei-t glei chviel An-teil an
den -genannten Fluren. In der inneren Vieh weide w-aren 180-9 30 Teile zu 1 %
2) In Vi-chm Ze llen itiirib ständig Nie Form „BorMosterer" verwendet, o-bw-oh-l d-is
mundartliche Form „Bo-rÄästn-er" schon 1'71 57 (H. u. Oa- Bregenz 2158 mührsachi) vortommt.