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solle. Da baten für ihn die Freiherr en Mathi s von Casstelwarckh, Ludw ig
von Branndis und Ulri ch von Sax, die Gemahlinnen der Vögte von Neu burg
und Feldkirch, Petters Freiherrn von Hewen und Hansen Ritters von Kün ssegg,
der Junckher Rudol f von Embs, Claus von Vil lenn pach, C aspar von
Wellssperg, die Priester in der Stadt und vom Lande und viele ehrsam e
Frauen und Bürgerinnen , aus tugennd und erbermde “ und mahnten bei Gott,
seiner Gebärerin, allen Heiligen und dem jüngsten Gerichte zur Milde. Der
Mis s ethäter wurde begnadigt und musste von Stund an „ über die vier schneeschlaipfinen,
das ist über den Bodennsee und Wallennsee, auch über den
Arlen nperg und den Septne r “ sich hinaus verfügen und nimmermehr herüberko
mmen. Mathias von Castelbark und Ludwig von Brandis siegelten die
Urfehde.
1495 am Montag vor St. Hil arius Tag (12. Jänner) wurde über Hans
Kor ber (Corherr), der „ettwavil“ Diebstähle „in den kirchen von dem opfer
der althären und in ander weg“ begangen hatt e, vor offn em Gericht das
Urtheil gefäll t, dass ihn der Nachrichter an den Galgen henke n und da
sterben und verderben lass en soll e. Auf die Bitten des Ritters und Vogts
Hans von Künsseegg und seiner Gemahlin, des Pfarrers der „sannd t Nicl as
pharr khirchen“ Johan nes Rad, des Priors und Schaf fners des „sannd t Johan
ner “-Hauses zu Feldki rch Petter Locher, des Junkers Caspar von Weltssperg
und viel er ehrsamer Pries ter, Fraue n und Bürgerinnen wurde der Dieb begn
adigt und musste für immer das Land innerhalb der bekann ten vier
Schn e eschlaipf inen meide n. Die Urfehde wurde von Hans von Königsegg
gesie gelt.
1518 am 18. April bekennt Liennhardt Mörlin, Bü rger zu Feldki rch,
dass sich „verruc kh ter tagen“ zwis chen sein em ehelichen Bruder Jacob und
dem Hans Praunmair von Ehnig (= Ehingen ?), dem reisig en Knecht, bei
Nacht auf der Gasse in der Stadt ein Aufruhr und Widerwillen in seinem
Beiwese n erhoben habe und letzterer dabei entleibt worden sei. Lienhart
lag etl iche Woch en im Gefä ngni sse; indessen han delten sein V atersbruder
und seine Freunde mit Hilfe des Stadtammann s und Bathes so viel in den
Sachen, dass er des strengen Rechtens vertragen geblieben und sich nebst
seinem Br uder Jacob mit des Entleibten Eltern, Gesc hwist ern und Freunde n
endlich gütlich ause i nander gesetz t. Er schwört, sich nicht zu rächen und
gibt als Tröster seine Söhne Haug, Hans und Hainrich. Als Siegl er erscheint
der Untervog t zu Feldkirch, Baltha sar Schmid.
1529 am Donnerstag nach Lätare (11. März) st ellt Bernnhart Zeller
von der Altenstat t, dama ls La ndwaibel des Gerichts zu Rankweil, eine Urfehde
aus, „umbe das ich uff ainen tag in der statt Veldkirch etwas gehanndelt,
dadurch dieselben von Veldkirch vermainen, ich hab inen in irer ob rigkait
etwas frävenlich ingriff gethun, das inen un lydenlic h sey“. Sie waren
deshalb wi llens, das Recht gegen ihn zu gebrauchen , und zu demselben recht