sollten, wie sich Dort und Zache decken. Gewiß wäre
manche wertvolle Beschreibung, die sonst, weil zu schwe r,
abg elehnt werden muß, auf diese firt der Schule zugä ng
lich zu machen. Endlich sei darau f verwiesen, daß die
Einleitung zu diesem Stucke zwe cklos dien Platz verstellt,
so berichtet ein Fremdenführer, aber kein Lesebuch.
Die die eben besprochene Nummer wird auch nicht
allzu große Schwierigkeiten bieten: „Die landschaftliche
Lage Wiens". Gut verwendbar ist weit er: „Bur g enland",
dann „Semmering" bis auf den Abs atz, der die möglichen
Linien für die Semmer ing bahn aufz ahlt. Det ter ist recht
willkommen: „Eine Dona ufa hrt" und „Großglockner".
Weni ger einverstanden sind wir mit den Beschreibu ngen
„Dachste in", „Im Sälzkammergute", „Schneebergbahn"
und „Steirisches Wurtal". Ihr Wert für die Schule steht
etwa auf der selben Stufe wie „Saminatal" und „Gottes
ac kerw ände". Keines diese r vier ist imstande, IM Kind
ein Bild des beschriebenen Gegenstandes zu erzeugen, sie
wer den ihm nichts sein als eine lang we ilige Aufzahlung
von fremden Namen , hiermit ist wirklich nicht ges part.
So sind in der Beschreibun g des Salzkammergutes über
fün fzig Namen von Grtschaften, Berg en, Seen, Tälern
genan nt, im „Dac hste in" fast vierzig. Ulan mache noch
eine Stichprobe auf die Tauglichkeit mit der Einleitung
zu „Dachs tein" Jjjas fall diese gen aue Umgrenzung für
Kinder? Leere Namen ! Sie kann nur von einem guten
Kartenleser auf einer Spezialkarte gefunden wer den,
wird jedo ch sicherlich nur aus wissenschaftlichem oder
etwa noch aus sportlichem Interesse gesucht.
Die Stücke: „Nus der Ge schichte Steiermarks", „Re
publik Gesterreich", „Der Bu ndes staat" gehöre n nicht in
ein belletristisches Lesebuch. Können die meisten der
prosaischen Darstellungen diese s Teiles Überhaupt kein en
Anspruch er heben auf Klassizität, der haupteigenschaft
von Stü cken eines bell e tristi schen Lesebuches, diese drei
Sac hen sind ganz offenkundig mit ander er Absic ht eing e
stellt, nämlich als Lehrstoffdarstellungen. Wir begrüßen
zwar alle drei und wünsche n so gar, daß jedes Bundesland
mit einem ähnlic hen geschichtlichen Rückblick, den letzten
Absatz abgerec h net, bedacht wäre. Die Abhandlung über
Kärntens Dolksdialekt weckt in uns den Wunsch nach
einem Stücke über unsere Mun dart. Es würde nicht 31