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Full text : Stadtrecht von Feldkirch nach der Abfassung von 1399

144§

. 1. Welch^taverner dehainen burger pf endet umb sinen win,
der aigen oder lehen in un serm geriht ha't, der sol das richten, als
davor umb f ravelich pfenden beschaiden ist.

§ . 2. Ga°t aber der selb üss wider des taverners willen, so sol
er in doch ussrichten mornde s vor mittem tag, ald er sol es richten
dem amman mit 3 ß, der statt mit 3 ß und dem wirt öch mit
3 ß D.

§ . 3. Wär aber, das ainer also ussga 'n wolti wider des t averners
 willen, der weder aigen noch lehen in dem gericht hett, den
sol und mag der taverner wol pfenden umb deu win, den er des
tags getrunken ha°t.

Tit. XLV111. Wer dehainem unserm burger sin rost uff der waid
va'ht und es brücht.

Wela och unser burge r dehainem sin ross vuhet uff der waid
und es brücht a"n sinen willen und wissent, das sol er richten dem
amman mit 1 Psd., der statt mit 1 Pfd. und dem cleger mit
1 Pfd. D., und sol im sinen schaden darzü zwivalt abtün.

Tit. xLix. Ob ains für gericht nit käm, dem umb unzucht für
gebotten wär.

Wir habint gesetzt, wem umb unzucht fürgebotten wirt, kunt der
nit für g ericht, so sol er 5 ß a'n gna°d an die statt ze büss geben
und darzü dennocht sin schul d richten nach recht, es syg denn, das
er sich ze den hailgen entsc hlahe u mag, das er umb das fürge bott
nit ge wißt hab.

Tit. L. Wer och ze dem ra't erwelt wirt und wer och zu dem
b rotgesc howen, zu dem flaischgeschowen aider f laisc hschät zen gesetzt wirt.

§ . 1. Wir habint och gesetzt, wer zu dem rät erwellet wirt und
zu brotgeschowen ald zü dem flaischgeschowen und schätzen, wenn es
dem an die büss gebotten wirt, so sol ers tun noch dem gebott. tät
er des nit, so sol ers richte n dem amman mit 2 Pfd. und der statt
mit 2 Pfd., und sol das selb jür davon ledig sin.

§ . 2. Und wela von dem ra't zü dem brotgeschowen, zü dem
flaischgeschowen ald flaischätzen gesetzt wirt, dem sol die sach enpfolhen
werden bi dem aid, so er dem rät geschwor en ha°t.

§ . 3. Und wela aber von der gemai nd dazü gesetzt wirt, der
sol ze den hailge n schweren, sin bestes darzü ze tünd.

§ . 4. Und sol och iro iegklichem denn dannenhin sin zil uss ze
geloubent sin, was er dem amman und dem rät bi sinem geswornen
aid darumb sait und fürbringet.
            
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