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Full text : Stadtrecht von Feldkirch nach der Abfassung von 1399

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§. 1. Wer och dem a ndern bi nacht und bi nebel frävelich ald
ha imlich in sin hus ald in sin Herb erg ga°t, die ains verzinset, der
sol es bessren der statt mit 10 Pfd. D. ald mit der haird, mag er
die pfenning nicht gerichten.

8. 2. Und wirt er denn ze frischer getagt darinn ergriffen und
darumb von dem selben, des das hus ist, ald von sinem husgesind
bescholten ald g eschlagen, wie daö s chelten und schlahen ist, da ga°t
ctikain gericht noch buff nach.

Tit. Lxi. Welcher frid brichet.
8. d. Wir haben och gesetzt, welher frid brichet mit Wor ten, der
sol der statt 10 Pfd. D. darumb vervallen sin und nsrich ten ön
gna°de.

8. 2. Ist aber, ob ainer frid brichet mit werken, der sol der statt
me bessren, darnach und denn du Werk beschehe nt und darnach schad
davon beschicht, als sich ain rant darumb denn fürbasser erkennen
und ainen straffen sol.

Tit. LX11. Welher uff den and ern hütet.
Wir habent och gesetzt, welher uff den and ern frävenlich und
in argem hütet, der sol der statt darunib 10 Pfd. D. vervallen sin.

Tit. Lxm. We lher den andern zu red setzet.
8. 1. Wir haben t och g esetzt, wel her den andern zn red setzet
frävenl ich, das der, wer das tut, der statt d arumb 2 Pfd. D. ze
püß vervallen sol sin.

8. 2. Es möcht och ainer mit dem andern also als schalkkich
und als frävenlich re den, so sol er fürbass er darunib gestraft werden
 nach ains rats erkantnüsfe1.

Tit. Lxiv. Das nieman enkainen schenkwin mischen sol.
Welch win gerüsft wirt ze ainer tavern, den sol der selb taverner
 noch niemant a nders voll sinen wegen mischen mit anderm win
noch mit dehaillen dingen, und sol in lau beliben als des tags, do
er in rufst. bräch ers darüber , so fol ers richten der statt mit 1 Pfd.,
dein amman mit 3 Pfd.
Tit. Lxv. Das och niemant kainen win türo geben fol, denn er
off enlich gerüsft wirt.

Wer och dehainen will türo git, denn er offenlich gerüsft wirt,
der fol es öd) richten dem amman mit 3 Pfd. und der statt mit
1 Pfd. D.

1 Die 3 letz ten Titel sind von der nämlichen Hand, aber etwas später beigefügt,
 als der vorhergehende Tert geschrieben ist. Es fo lgen hiera uf 1 % Seiten
ohne Schrift. 10 *
            
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