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Full text : Stadtrecht von Feldkirch nach der Abfassung von 1399

161

§. 1. Wir habint och gesetzt, ist, das ainem zwürent oder dristunt
 f ürgebotten Wirt umb bürgschaft und das er nit für gericht
kunt, alder wirt im zem vierden ma"l für gebotten und Wirt siech ,
das er nit für gericht komen und sich selb da versprechen mag, wie
der beclegt wirt, ald wie er des ze schaden kunt, davon sond sin
erben enkai nen schaden niemer gewinnen, ist das er stirbt.

§. 2. Ist aber dem cleger ze hus und ze Hof gen im gericht bi
lebendem gesunde m lhb, die wyl er ryten unb ga'n möcht, und das
im Pfand geantwürt werdent, so sol und mag der cleger dü selben
Pfand angryffen und verköffen umb sin gült, als serr sü gelangen
mugent, und sond im des bürg en erben denn fürbasser nic htz me
darumb gebunden sin.

Tit. cxix. Ob ainer sti rbt, der ains Juden bürg ist.
Ist och, das ainer stirbt, der ains Jüden bürg ist, kunt denn
der Jud zu sinen erben mit ainem schinpfand umb gült, damit sond
sin erben och nich tz ze schaffent haben , won das der Jud das schinpfand
 verköffen mag nach der statt recht.

Tit. cxx. Ob ainer lo genen wolti, das im nit für gebotten, ald
daz er nit beclegt war.

Wär och, das ainer logenen wolti und sprechen, das im nit fürge
 botten, ald das er nit beclegt war, ald ob sin erben des l ogenen
woltint, so sol der amman den rät und die stülsassen da rumb fragen
 nff den aid, und sond die darumb sagen, ob si es wissi nt oder
nit. und ist, das si nit darumb wissent, so sol der amman, der
schriber ald des gerichtz geschworn botten darumb sagen, und was
die darumb sagent, das sol man inen gelouben.
Tit. cxxi. Das kain gast hie an dem ger ichl fürsprech sin, noch
urtail sprechen sol.

Wir graf Rudolf von Montfort, der amman und gemainer rät
ze Veltkilch habint och u ffge setzt, das enkain gast hie an unserm gericht
 ze Veltkilch f ürsprech sin noch u rtail sprechen sol, es werd im
denn erloubt, ald werd gefrüget von ainem richter, der denn mit
dem stab da sitzet und richtet. .

Tit. cxxn. Ob ainer dem andern verpf anti mit bösen gevürlichen
 pfandeu.

Wir habint och uffgesetzt, wer dem andern Pfand geben wil
willeklich ald mit dem rechten dartzü getriben oder bracht wirt, das
er int verpfenden muff, er syg burger ober gast, dem sol er verpfenden
 mit guten un gevarl ichen varende n pfauden. und gäb er im
bösi gevärlichü pfand, so mag ers tragen für ben amman; e rkent
Zritschriit. XXI. - 11 11
            
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