accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text : Stadtrecht von Feldkirch nach der Abfassung von 1399

175

10. Verordnung über die Wechsler zu Colm ar. 13. April 1364.

1. Sabbato ante dom. J ubilate anno 1364. wart er tailt und
ertant, das alle die, die offene wech seller sint, sülle nt drye tage in
der W ochen, am cistage, am dornftage und am fritage untz ze mittem
tage in der wechsellouben siezen und ir benke da haben, und sülle nt
in iren hüsern deheinen wechsell tün, denne so verr e, ob er in der
wechsellouben vil geltes haben muß, oder einen großen Wechsel bestünde,
 so mag er wol heim gan, aber er sol die tolle mit sinem
wibe oder mit sinen linden den bang in der loub en besiczen. Weler
das brichet, der bessert von ie dem tage 1 pfunt D., ha lber dem
schultheißen und dem meister und h alber der stat.

2. Sü sülle nt ouch von ie dem guldin uüt me von den lüten
zü gewinne nemmen in der stat, dene zwene Straßburger und von
eim Pfunde Straßbu rger 3 D.

3. Es sol ouch n ieman frömde noch he imsche, heimlich iu der
stat Wechsel tribe u, denne offenlich in der louben. wela dis bre'chen,
der bessert ouch als vor st at.^

4. Doch so mag ein ieglich er, wer der ist, zü Colmer guldin,
fra nken oder S traßbu rger koufen, der er selber bedarf zü siner notdurft,
 also daz er sü nüt wider v erkoufe uff merschatz.

Rothes Buch zu Colmar. I. f. 9. Nach den: A rtikel 2 b etrug die Wechselprovi
 sion 1% Procent, und das Agio vom Goldgulden 1 37/63 Pr ocent. Im
Art. 4 wird das Agio Mehrschatz genannt.

Zum Beweise, daß die Wechsler sich auch in kleinen Städ tchen niederließen,
beme rke ich, daß zu Endi ngen im Breisgau ein Kaw erze im Jahr 1350 wohnte.
Thennebach. Gut. b. fol. 72* zu Karlsruhe. Im Breisgau hieß man die Kawerzen
auch Gauwarschen. Zisch. 18, 194. Bd. 7, 10.

11. Schuldverschreibung an einen Juden zu Oberwesel. 24. Jan. 1378.

Kunt sij allen luden, daz wir Clays Slimpfoiz burge r zu Wesel
und Friderich von S chonenburg wepenling sin femeirtlich schuldig
und unser ilich er nur vol als von rechter geluhener scho lt Joseph
Jacobs son von Montabur, Juden zu Wesel, sinen erben oder diz
brieves behelder in vier und zweinczig guldin gut von golde und
^oer- von gewichte. Daz gelt geloben wir zu b etzalu mit denk gesuche,

 dc^ dar uff geit, so wanne wir von in gemant werd en und
sij iz nit langer ftan wolen lazen. und han daz irkorn under eyner penen
eyner rechtunge uff alle unser gud v arinde oder nit varinde, so wa
dy sint gelegen, also daz na datum diz brieves w assin sol lent alle
wo chlich zwen junge haller uff leben guldin, dy rechtunge geschie
oder nit, und den gesüch mit golde zu be tzalir, und ie eynen guld in guld in
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.