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8 . 1. Ist aber, das der selb, der die wünd en ge ta°n hüt, für
das ge richt endrinnet, so sol im der rich ter noch der ra°t enka ines
rechten gestatten, üntz das man erficht, ob der stirbt oder geniset,
der da wünd ist, von der wü nden weg en, und stirbt er von der
wnnden, so sol der, der die w unden geta'n hüt, den totschlag richten,
als da vor geschriben ist. g eniset aber der wünd und stirbt nit an
der wünden, so sol der, der die wünden geta'n Ha't, ain gantzes jür
a'n underla'ss von der statt sin, er mug denn ain notwer fürbringen
mit zwain erbeten mannen, die ünser burger sind, inwendig dem jür.
§ . 2. Wenn er denn nüch dem jür gerichte s mütet, so sol er
b ehoben mit dem aid, daz er jür und tag von der wü nden wegen
a'n underla'ss vor der statt gewesen syg, und sol och der statt denn
10 Pfd. D. ze büss geben und darn ach wider in die statt ga°n.
Tit. vi. Wie ain fridbr ächi wünd sin sol.
§ . 1. Wer den a ndern in ünserm g eriht wündet aüter wünden,
die fridbräch ist, als der artza t sait, der da rumb geschworn ha't,
und och zwen des rütes, ald suss zwen erber ingesessen burger, die
man denn nngev ürlich dabi gehaben mag, die die wünden gesehen
Hond, e das si verbunden werd, der sol das r ichten der statt und
och dem cleger, als da vor geschriben sta't.
§ . 2. Und sol ain fridbrachi wünd die tieffi ha'n, als des
tümen nagel ga't hin für üntz an das bet. und die lengi von des
tümen k noden als lang das selb glid ist, üntz hin für an das ber.
§ . 3. Und ist, das die wünd die tieffi ha't und nit die leng i,
so ist sie doch fridbräch, ha't aber si die lengi und nit die tieffi, so
ist si nit fridbräch.
Tit. vn. Wer dehainen wider dem gericht behaltet.
§ . 1. Wer och dehainn, der ainen ze tob schlecht ald wü ndet, wider
dem gericht behaltet, der sol in den selb en schulden sin, als der, der
den totschlag oder die wünden geta"n ha't.
Tit. vm. Ob man ainen ze tob schla hen müßt, der sich umb
ungeta°t nit welli la'ssen va'hen.
§ . 1. Wir habi nt och dem rät behalten, wann das wär, das ainer
ainen totschlag alder wünd en tät in ünserm gericht ald indrent der
statt s chwell, und weli des rütes denn darzü löffent, ald iemant, den
sü sines aides denn manent, und den selben va'h en went, der die
wü nden oder den totschlag denn geta' n ha't, wil sich der denn nit
la'ssen va'hen, müssent si in denn och w ünden oder ze tot schlahen,
so sond si mit dem gericht nütz da rumb ze schaffent hab en, ob si mit dem
aid ersch ainen t, das si es durch der statt eren wi llen g eta'n habint.