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wic htigere Lage, nahe dem Kern der Welsischen Besitz unge n, Ravensburg.
Allerdings hat Bergmann gegen die Vorarlbe rgisc h e Neuburg den Ein-Wand
erhob en, daß ein Ueberfall auf diese den Anhän gern Hugo's leicht
, gefallen wäre, indem ja die Machtmittel der Bregenzer Grafen zu näch stgelegener
Verfügung gestanden hätten, doch liegt dem gegenüber die
Annahme nahe, daß der Tod des letzten Bre genzer Grafen Rudolf
Hugos Rivalen, dem Pfullendorser Grafen und Welf VII., die Macht
im Lande und damit die Sicherheit der Burg verschafft haben kon nte.
Sodann be saßen die Welsen auch in der nä heren Nachbarschaft unserer
Neuburg großen Grundbesitz, nämlic h in der Gegen d Rankweil-Röthis-Weiler.7)
Das welsische Hauskloster Weingarten hatte in Feldki rch und
Dorn birn Besitz. Auch ist es bekannt, daß seit dem 11. Jahrhundert die
welfifchen Pläne dahin abzi elten, vorn Bodensee bis ins rätische Bergland,
wo das Geschlecht ebenfall s begü tert War, sich einen geschlossenen
Machtbereich zu schaffen und der Paßübergänge nach Welschland sich zu
versic her n. Schließlich scheint es durch die schon erwähnte Urkund e von
1152 nahezu außer Z weifel ges tellt, daß tat sächlic h unsere Neuburg,
wie schon Zösmair in feiner Abhandlung s) auf Grund einer Reihe von
Schlüssen vermutete, schon vor dies em Jahre in welschem Besitz sich
befand, mi thin die Gefangensetzung des Pfal zgr afen gerade in diesem
dem Geg ner gehörigen Schloss e eine besonders demütigende und pei nliche
Buße für ihn bedeutete . Die in Betracht kommende Urkunde von 1152,
25. Juli") besag t, daß an die sem Datum auf einem Hoftage zu Ulm in
Gegenwart des neugewählten deutschen Kö nigs Friedrich s des Rotbarts
und viel er ander er Fürsten He rzog Welf VI. von R avensburg dem Prob st
Adalber t und seinen Kanonikern zu Jttingen im Thur gau fein Gut daselbst
nebst einer Kirchenvogtei schen kt und zugle ich erlaubt, daß die Personen
seiner „Familie" dem erwähnten Gotteshause ihr Gut ebenfall s
übertragen dürfen. Von dies er Familie waren u. a. zugegen Adelb ero
Von Nuenbur e und sein Bruder Kiso. Als dieses Nüenbure oder
Neuburg kommt hier nur die vorarlbergische Burg dieses Namens in Betrach
t; denn offensichtl ich waren deren Inhabe r laut Urkund e damals
Wölfische Dienstmannen; aus der graubündischen Neuburg aber waren zu
jener Zeit, wie noch gezeigt wird, Dienstmannen der Alten Grafen von
Bregenz; somit war unser Schloß Neuburg um 1152 in wölfischem Besitz.
, Die Entstehung unsere r Neuburg dürsten wir uns in folgende
r Weise zu erklären hab en. Vom Bodensee herauf den Rhein entlang
befand sich seit der Karolinger-Zeit eine Reihe von Köni gs höfen. Solc he
Höfe auf diesem damals noch ziemlich sumpfigen und waldige n Gebiet
an den Niederungen zu beiden Seiten des Rheins waren in alter Zeit
Lustenau, Wozu Widnau und Haslach gehörten, weite rs Krießern mit
Müder und Montlingen, dann Koblach. Dies alles War Reic hsgut wie
auch das Monta fon, der Tann- und Mittelberg und der Bregenzerwald.")
Neben den alten Grafen v. Bregenz (im Mannesstamm um 1160
7) Helbo k: Regest en Nr. 21V und Exk. III, 6. 132.
8) 110. O., S. 17f.
9) Wartmann, Urk. B. d. Abtei St. Gall en III. (1882 ), Anh. Nr. 15, S. 697; Helbo k,
Regesten Rr. 231.
10) Siehe Zösmair: Die geschichtl. Entwic klu ng d. alten vorarlb. Herrschaften u. Gerichte,
S. 8, 8,