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Full text : Schloß Neuburg. Gemeinde Koblach bei Götzis

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mal kehrt de rselbe Name Adalber t (Albert) in beiden Famil ien anfänglich
 Wi eder; dann erscheinen jene — die ältesten Neuburger — als Dienstman
 nen Welfs v. R avensburg, diese als solc he der Staufer, was sie aber
sicher nur info lge Erbscha ftsübe rtr ag ung seitens Welfs wur den; ferner
tref fen wir beide mit denselben ande rw eitigen Ministerialengeschlechtern
urkundlich erwähnt an; weiters lösen sie sich im Besitz der Herrschaft Neuburg
 einande r ab, und endlich sind auch die Thumb in dies em Lande schon
vorh er, und zwar im Walsertale, begütert."

So weit die Urkunden schließen lass en, könn en wir das Verhältnis
uns eres schwäbischen Dienstmannengeschlechtes zu unserer Neuburg folge
 ndermaß en festlegen: um 1152 faß auf d ieser Burg der welfische Ministeriale
 Ada lbero, aus der Rav ensbur ger Geg end stammen d; er nannte
sich nach sein em nunmehrige n Sitze „von Neuburg". Schon die nächste
Generation seiner Familie oder aber Verwandtschaft erscheint in stausischen
 Diensten und schon bei ihr findet sich erstm als der Name Thum b.
Die dritte und nächstfolgende Gene ration , mit der wir die sogenannte
jüngere Linie , die Linie der Thumb, beginnen lass en, stamm t entweder
nach Zösmai r von Kiso, des vorgenannten Adalbero 's Bruder, oder
nach Helbok von dies em Adalb ero selbst direkt ab, wahrscheinlicher aber
Von ers terem; diesfalls träfe dann die Vermutung zu, daß die Thumben
an Stelle der verw andten älteren Neu burg erlinie um 1230 das Reichslehen
 Neuburg am Kummenberg von König Heinrich VII. erhalten
hätt en; doch waren sie bereits vor dies er Zeit in unse rem Lande, nämlic h
im Groß-Walse r t al, an säßig gewo rden und hatten daselbst Besitz erwo
 rben.

Hinsichtlich der älteren Linie v ermutet Zösmair, daß sie sich alsdann
 in die Churer Gegend zurückgez oge n habe auf die obere Neuburg,

Wo sie noch eine Zeit lang for tgeblüht habe und dann gegen Ende des
13. Jah rhund erts erloschen sei; dar auf seien die Thum b, die Unterneuburger,
 auch hier ihre Nachfolger gew orden und in den Besit z von Ober-Neuburg
 gekommen. — Letzterer Ans icht gegenüber scheint jed och aus der
Urkunde von zirka 1227 10) fest zustehen, daß ein Zweig der Thumb bereits
 damals, also lang Vor Ende des 13. Jahrhundert s, in Obe rrätien
(Montalt) saß, indem er do rthin üb ersied elt war entweder von Vorarlberg
 aus oder direkt vom Stammsitz bei Ravensburg aus. Hinsichtlich
Zösmairs Annahme, die ältere Linie habe sich auf die obere Neuburg
bei Chur gezoge n, ist zu bemerken, daß hiefür sich keine stringente n Beweise
 erbringen lassen.

Das erstemal erscheinen die Tumb als Ritter v. Neuburg,
also auf d ieser Burg bei Götzi s hausend, in der Urkunde von 1240,
August 21;") schon vorher, 1227, finden wir sie in Frise n (St. Gerold ),
Wa lsertal. 2) In der Zeit von 1227—40 wurden sie also auf der Neuburg
seßhaft, und zwar nach der dargel egten Ans icht Zösmairs als Nachfolger
der v erwandten älteren Linie derer v. Neuburg. Die Verkaufsurk u nde
dd. 1240 August 21.3) läßt vielleicht darauf fchließen, daß sie damals die
letzten Beziehungen zu ihrem Stammsitz bei Ravensburg lös ten.

10) Reg. Nr. 374.
*) Reg. Nr. 406.
2) Reg. Nr. 375.
3) Reg. Nr. 406,
            
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