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Full text : Massenas Sturm auf Feldkirch

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eine Kano nenku gel herbei, welche den feindlichen Führe r, den an
der Spitze seiner Kolonne f urchtlos vordringenden General Müller,
samt seinem Streitroße tot zu Boden streckte. Hotze verl or an dem
Tage 20 Offiziere, 1097 Mann, 47 Pferde, 4 Kanonen.

Für den Augenblick war Feldkirch gerettet, doch der Feind blieb
in unmittelbar er Nähe und die Truppenmassen, welche zur Sicherung
der wichtigen Position vom Erzherzog Karl geschickt wurde n, gewährte
 n nur für wenige Tage volle Sicherhei t.

Nördlich vom Bod ensee zog sich ein schweres Ungewitter zusammen.
 Die fra nzös ische Donauarmee unter Jourdan auf der einen
Sei te, Erzherzog Karl mit seiner siegesfrohe n, überlegenen Macht auf
der andere n Seit e. Durch Fer ino in der Flanke bedroht, rief Erzhe
 rzog Karl den FML. Hotze zur Unterstützung herb ei. Mit schwerem
H erzen folgte Hotze am Abende des 19. März dem Rufe.

In Feldkirch blieben nur drei Bataillone unter dem erst am 11.
März eingetroffenen G eneral Jellachich zurü ck. Die Sti mmung in
Feldkirch war äußers t bedrückt, man hielt sich für preisgegeben, die
Landestruppen konnten nur mit Mühe bewogen we rden, die ihnen
angewiesenen Posten nicht zu verlassen. Als dann aber in der Nacht
vom 20. auf den 21. März und am Mo rgen des Gründonnerstags
(21. März), ein Batai llon St. Geor ger und einige Kompagnien De
Vinser die geringe Schar verstärkten, hob sich die Stimmung wied er.
Dies um so mehr, da sich Charfreitag, den 22., die neuen Feldbefestigungen
 bewährten und die ungestümen Angriffe Oudinot s siegreich
 abgewehrt wur den. Oudinot selbst bat um vier Uhr nachmittags
um Einstellung der Feindselig ke it .

In dem zwischen Jellachich und Oudinot mündlich vereinbarten
Abkommen verpflichtete sich Oudinot, nicht nur seine Vorposten
in die früher e Stell ung zurückzuziehen, son dern auch keine ferneren
Feindseligkeiten zu unternehmen, insbesondere keine B atterie mehr
auf den Maurer W iesen a ufzuführ en, es sei denn, es werde ihm von
s einem Oberk ommand anten Massena befohlen.

Als Oud inot diese Zusagen machte, zog Massena bereits mit den
Kern tr uppen seiner Armee heran, um Feldkir ch, koste es, was es
wolle, in seine Gewalt zu bringen — und zwar gleich am f olgenden
Tage, Charsamstag, den 23. März. Ursprünglich hatte er allerdings
den Ostersonntag für seinen Angriff auf Feldkirch und für den
seines Unterfeldherrn Xaintraille auf Bregenz bestimmt. Aber da
erhielt er am 22. die bestimmte W eisung des ihm übergeordneten
Generals Jourdan, den Angrif f alsba ld a uszuführe n, um durch die
Ein nahme von Feldkirch den Erzherzog Karl im Rücken zu bedrohen,
            
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