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Full text : Massenas Sturm auf Feldkirch

12 Sche ncken

Sie mir dahero Ihren mir so unendlich werth en Beyfall und
erinnern Sie sich bei Erplick ung diese s ger ingen Monuments oft jenes Mann es,
der vor Ihren Mauern in Ihren Reyhen — das Vatterla nd vertheidigte und stolz
dara uf wäre, durch Auf opferung seine s Lebens zur Beschützung Feldkirchs mitgewürckt
 zu haben. Ich

bin und verbleibe
Schä tzbarst — und Hoch zuverehren de Herrn

Ihr ergebenster
. Saitsch

Artillerie Lieutenant.

Fa ssen wir die Angaben des Saitsch über seinen Schla chtpla n
kurz zu sammen, so dürfte seine Karte und darf mithin auch deren
Kopie nicht den Rheinstrom aufweisen, sie muß sich auf zwei Realbögen
 beschränken, sie darf auf ,,geomet risc he Genauigkeit“ keinen
Anspruch er heben, sondern muß sich mit einer Darstellung „nach
militärischer Si tuation ä la vue“ begnügen. Andrerseits aber muß
sie die eignen und feindli che n Stellungen, Ve rs c hanzungen, die Angriffe,
 kurz „alles Remarquable“ aufweisen.

Prüfen wir unsere Karte nach diesen ver schieden en Gesichtspun
 kten, so ergibt sich sofort, daß sie de nselben voll und ganz entspricht:
 sie weist keinen Rheinstrom auf, sie begnü gt sich mit zwei
Realbögen, ausdrücklich ist in der längeren Legende der Karte hervo
 r gehoben, sie sei „ä vue“ auf genomm en. Die eignen und die
fe indl ichen Stellungen, die Verteil ung der Truppen sowie die Verscha
 nzun gen trete n deutl ich zu tage. Für einen Artillerie-Leutnant
gehö rt zu dem „ Remarquablen “ natürlic h vor allem die Verteilung
und Aufstellung der eigenen und der f eindl ichen Geschütz e sowie
deren Trag fähigkeit. Tatsächlich finden wir dies alles genau eingezeichnet.


Aber gera de hier erheb t sich eine ernste Schwierigkeit, eine
S c hwierigkeit, die einen befreundeten Arti l lerie-Offiz ier, dem die militärisch
 zutr effen de Zeichnung der Wege, Weinberge , Wä lder und
Wie sen usw. sehr gefiel, gerade zu zu der Erklärung veranlaßte, unser
Schlachtplan könne unmög lich von einem Artillerie-Leutnant gezeichnet
 sein oder aber die Kopie müsse als ungenau bezeichnet werden.
Dabei zeig te er auf die vor den Sc hanzen aufges tcllten österrei ­
chischen Ka nonen in der linken untere n Hälfte der Karte. Die
Schwierigkeit muß g elöst we rden und dies um so mehr, da sich bei
genauerem Zusehen alsba ld noch andere Bedenken e rheben. Da
heißt es an der Landstraße von Chur: „.General Müllersruhe “. Der
Gen eral Müller fiel aber nicht am 23., sondern bereits bei dem Kampfe
des 7. März. Bei den franz ös ischen Kanonen auf den Maurer Wiesen
heißt es: „Rasierte franz ö sische Batterie“. Aber nicht am 23., sondern
am 22. wurde die Batterie „rasiert“.
            
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