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So berechtigt auch diese und ähnliche Bedenken, von denen
später noch die Rede sein wird, erscheinen mögen, so w andeln sie
sich doch in e benso viele Zeugnisse für die Echtheit des Schlacht
pl anes und die Treue der Kopie um, wenn man sie mit anderen
gleichzeitigen Quellen, in unserm Falle mit dem Dankschreiben der
Stände und dem Bit tgesuch e derselben in Verbindung bringt.
In dem herzlichen Dankschreiben für den ebenso ,,schön als
pünktlich“ ausgeführten Schlachtplan verweil en die Ständ e so lange
bei einem Ereignisse des Kampfes vom 7. März, daß es sich kaum
erklären und noch weniger rechtfertigen ließe, wenn nicht der Plan
der Attaque selbst einen offenbaren Anlaß dazu böte. „Niemal s“,
so heißt es da, „kön nen und werden wir die glänzenden Verdienste
vergessen, wel che Euer Wohlgeboren durch ihre Tapferkeit, unermü
dete Anstrengung und kluge Leitung der ihrem Kommando a nvertrauten
Artillerie für unser Vaterland erworben haben. Nie we rden
wir verges sen, wie viel Euer Wo hlg eboren zur Rettung V orarlbergs
in den Gefechten vom 6. 7. 22. und 23. Merz, besonders aber am
7. Merz beitrugen, wo ein auf ihre Anordnung geric ht eter Kanonenschuß
den Anführer des zahlreichen und weit über legenen feindlichen
Heeres niederstürzte, die fränkischen Horden gleichsam vor den Toren
Feldkirchs zurüc k schr eckte und Vorarlberg in sei ner Exi stenz erhielt.“
Dieser feurige Dankeserguß für eine Tat, die str eng genommen
nichts mit der Gabe, dem Schlachtplan des 23. März, zu tun hat,
wird sof ort verständlich, wenn man auf dem Plane liest „General
Müllersruhe“ und beobachtet, daß die Flu glinie eines Geschosses gerade
über die Stelle der Landstraße eingezeichnet ist, an der General
Müller von einer Kanonenkugel getötet wu rde.
Was die Stän de in dem Dankschreiben über die sonstigen Verdiens
te des Artillerie-Leutnants Saits ch andeuten, das führen sie weitlä
ufiger aus in ihrem Bittgesuch um das Maria-Theresien-Kreuz für
Saitsch. Im Orig inal befindet sich dasselbe in der Kan zlei des Militär -
Maria-Theresien-Ordens. Da aber alle Akten, die sich auf die Ordensauszeichnungen
beziehen, nach einer gü tigen Mitteilung der O rdensk
anzlei als str eng vertraulich behand elt wer den, so müs sen wir uns
mit dem Konzept des Gesuches begnügen, das sich zum Glück im
Vorarlberger Landesarchiv erhalten hat. Das Gesuch der Stände
hat für uns um so größeren Wert, da dasselbe nach einer weiteren
gütigen Mitteilung der Kan zlei des Militär-Maria-Theresien-Ordens
in allen wesentlichen Pu nkten vollkommen übereinstimmt mit dem
Gesuche, das Saitsch selbs t bereits 1802 an die Ordenskanzlei gerichtet
hat, um das Maria-Theresienkreuz zu e rlangen.