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einem Anton Bergamin hatte sich keine Familientradition erhalt en
und es war auch in den Tauf bücher n nichts zu finden. Da eine Reihe
Bergamm s und von Bergamins als Offiziere in französischen;, neapol
itanischen und päpstlichen D iensten standen, so lag die Vermutung
nahe einer derselben habe sich im Jahre 1804 für den Schlachtplan
interessiert und habe ihn in Feldkirch oder sontswo ,,abkopiert“. Jahre
vergingen, ohne daß es gelungen wäre, etwas Näher es über die
Person und die Lebensumstände des Anton Be rgamin festzustellen,
obgleich keine Gelegenheit verpaßt w urde, bei anderweitigen Nachforschungen
in den verschiedensten Bibliotheken und Archiven der
Schweiz immer wied er und wieder unserm Kopis ten nachzuspüren. Da
veröffentlichte vor zwei J ahren Seminarh auptlehr e r Br. Eberhard Jul.
Zwirner seine vortreffliche P rogrammab handlung: „Die kriegerischen
E reignisse in Vorarlberg zu Beginn der zweiten Koalition 1799“
(Feldkir ch 1912) in zwei ter Auflage. Neu hinzugefügt fand sich
in derse lben die farbige Reproduktion eines im k. und k. Kriegsarchiv
aufbewahrten Planes der Attaque Massenas. Als Kopist d ieses Planes
be zeichnet sich ein „Ge org Ferdina nd Bachmann Rhetoric. Stud.“ ,
den Zwirner für das Schuljahr 180 3/4 auf Grund der „Matricula
Gymnas ii Feldkirchensis“ als Schüler der Rhetorik am Feldkirc her
Gymnasium nachweisen konnte. Da lag nun nichts näher, als einmal
zuzus chau en, ob nicht für das Jahr 1804, in dem unser Schlachtplan
abkopiert wurde, ein Anton Bergamin aus O bervaz als Schüler in
die Matrikel des Fel d kircher Gymnasiums eingetragen sei. Mit größt er
Bereitwilligkeit, für die auch an dieser Stel le der verbind l ichste Dank
wiederholt sei, wurde mir nicht nur die „Matricula Gymnasii Feldkirchensis“,
sondern auch der „Liber calculorum“, die Sammlung
der Zeugnisse der einzelnen Schüle r seit dem Ende des 18. Jahrhu
nderts, zur Verfügung g estellt; zus ammen bilden dieselben ein
bisher kaum bekan ntes Urkundenmaterial ersten Ranges für die wissenschaf
tlichen Bestrebungen Vorarlbergs, Liechtensteins und der benachbarte
n Schweiz. Genau sind in den Zeugnissen aus der Zeit
um die Wende des 19. Jahrhund ert s eingetragen die Noten für
Betragen (mores), T alent, Fleiß und Forts chritt, die zusammengezählt
die „Summa “ ergebe n. In der Matrikel und im Liber calculorum
findet sich ta tsächlic h in den Jahr en 1802—1806 ein „Anton“ oder
auch „Georg Anton Bergamin aus Obervaz“ in Graubünden (Grisonus)
eing e tragen. Im Jahre 1803/4 studierte er in der mittler n
Grammatik (in media Gramatica), 1 804/5 ’n der obersten Gra mmatik
(in suprema Gra matic a), im erstem Jahre wird er als 15, im letztem
als 16 Jahre alt bezeichnet. Sein em Mitschüler Bachmann gegenüber
war er zwei Jahre zurück, da dieser 18 03/4 in der Rhetorik, 1804/5