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Geschosse. Bac hmann weiß sich stets zu helfen, alles ist schön und
geschmackvoll. Aber mit der Treue in der Wieder gabe nimmt es
der juge ndl iche Künstler nicht allzu genau. Auf dem Schellenberge
waren vier franz ösi sche Geschütze aufges tel lt, drei Kano nen und eine
Haubitze. Die Flugrichtung der Geschosse der Kanonen ist bei Bergamin
schwarz, die der Haubitzen rot eingezeichnet. Bachman n
macht kei nen Unterschied, die Fl u grichtung aller Geschosse ist durch
schwarze Li nien angezeigt. Die Treffpunkte aller Geschosse d eutet
Bachmann durch schwarze Ringelchen an. Bergamin dagegen bezeichnet
den Treffpun kt der Haubitzenkugel durch ein rotes Ringelchen.
Warum wohl? Nun weil er es so auf seiner Vorlage fand,
die bi ldlich bot, was B itschnau (I, 249 f.) beric htet, daß eine große
feindliche Kanonenbatterie auf der Höhe des Schellenberges ,,aus drey
Kano nen und einer Haubitze“ bestand en und daß die Haubitze
,,ihre Grana ten z uerst auf unsere große Schanz e außer St. Anton i“
gewor fen habe, „aber nur eine einzige Gr anate und diese ohne Schade n
fiel da hin“. Sieht man auf unserer Karte genau er zu, so bemerkt
man, daß sich das rote Ringelchen tatsächlich in der Mitte der von
Bitschnau bezeichneten Stelle, Schanz e 14, befindet. Dieselbe Art
der Unterscheidung von Kanonen- und Haubitzenkugeln bemer kt man
bei Bergamin an den Fluglinien der Geschosse von den Maurer Wiesen
über das Rappenwäldchen hin. Auch Bitschnau hebt (I, 251) ausdrücklich
her vor, daß dort eine französi sche Haubitze aufge stel lt war.
Bachmann hat wiederum alle Fluglinien gleichmäßig schwarz eingezeichnet.
Um nicht zu weitläufig zu we rden, sei nur noch dar auf
hingewiesen, daß nach Bitschnau (I, 248) eine österreichische Kanone
auf den Veit skapf gebracht wurd e. Bei Bergam in ist dieselbe nebst
der Flugrichtung ihrer Geschosse eingezeichnet, bei Bachma nn sucht
man dieselbe vergeblich.
Daß es sich übrigens in beide n Fällen um Kopien derselben
Vo rlage handelt, erhel lt vor allem aus gemeinsamen offenbaren Fehlern,
die sich mehren, je weiter sich das dargestellte Gebiet von
Feldkirch entfernt. In Altenstadt sind die be iden Kirchen zur Seite
der Straß e nach Rankweil einge z eichnet, sie sollten zu beiden Seiten
der Straß e nach Bregen z angebracht sein. In Rankweil ist der Hügel
mit dem Pfar rhof St. Peter dorthin verlegt, wo sich tatsächlich in
der Ebene die Pfarr kirche von St. Peter befindet. In engem Zusammenhang
mit diesem Fehler stehen dann, wie dem Verfasser ein
aus Rankweil gebürtiger Kollege nachwies, andere Fehler, besonder s
die irrige Zeichnung des Mühlbaches.
Aus dem Ge sagten ergibt sich, daß bisher zwei Kopien des von
dem Artillerie-Leutnant Saitsch entwor fenen Planes der Attaque be-