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Als solche, welche diesen Felsen durchbrechen liessen, werden
vom Volke jetzt noch die G rafen von Montfort
genannt.
Es ist möglich, dass ein Montfort1) diese Felsenschlncht
hat verti efen und erweitern lass en , um die Thalgegend Feldkirch
auf die Zuk unft vor Ueberschwemmungen zu sichern.
In diesem engen Thale von Feldkirch bis Altensta dt , finde t
man in dessen Mi tte, die oberste, oft sehr dünne Schichte Erde
abgerechnet, ein ige zwa nzig Fuss tief2 } nichts als Kiesel, Sand
und Steine, wie sie die 111 immer noch mit sich führt. Auch
Priiffger sagt, Veldkircher Chr onik, S. 127: — Man kommt von
Plünderung von Fel dkirch auszuführen. Aber der Feinde Muth und Raublust
ver mochte nichts gegen die Tapfe rkeit derVerthe idiger. Diesen Posten verthe idigten
eini ge Hundert tapfere Landesschützen und Landleute, nebst 40 Mann
O esterreiche rn. Weiber und Knaben schleuderten vom Kapf hinab Steine auf
die erbitterten Franzosen, die ihn in ihrem Gri mme zu erklimmen versuchten,
während die Männ er ihr tödtendes Blei in des Feindes stürmende Fronten
sandten. Erst mit einbrechender Nacht end igte der Kampf. Mit einem
Verl uste von 4000 Mann an To dten, Verwundeten und Gefangenen m usste
sich der Feind zurückzie hen, und auf den vielen zur Plünderung schon in
Bereitschaft gehaltenen Wage n, f ührte er jetzt, statt der ge stohlenen Sach en,
seine verwundeten und todten Leute über den Rhein. Auf Seite der Vorarlberg
er und Oesterreicher gab es an To dten und Verwundeten nur 400 Mann.
Jeder Kapf bietet dein Beschauer und Freunde schö ner Natur noch
überdiess einen wunde rherrli che n und üb e rraschenden Anblick und Stan dpunkt
dar.
1) Dass das Geschlecht der Montfort sehr frühe im oberen, im rhä tischen Vorarlbe
rg vorkommt, ist nicht zu bestreiten. So führt Prugger in seiner Veldkircher
Chronik (Veldki rch 1685), S. 12, vom Jahre 935 schon einen Georg
Graf von Montfort, Herrn zu Veldkirch , und einen Hugo von Montfort an.
Weizenegger-Merkle I. S. 133 sagt: Verlässlicher ist, dass die Grafen von
Montfo rt-Feldkirc h im Jahre 967 als Landrichter (nach Urkunden vgl. W.-M.
II. S. 22) bei dem Freigeric ht zu Müsinen, den Vorsitz führten und in dieser
Zeit durch kaiserliche Verl eihung en dieses Vorrechtes für immer theilbaftig,
im obern Landestheil V orarlbe rgs, wie unumschränkte Herren walt eten.
Bei uns breiteten sich um das Jahr 1022 die Montfort zahlreich aus,
und Feldki rch nahm an innern H ülfsm itteln, wie an Gebäu den merklich zu.
W.-M. HI. S. 72.
2) So tiefe Kieselgruben wurden zwischen Altenstadt und Feldkirch bei Anlegung
der neuen, der derinaligen Land- und Poststrasse, im Jahr 1770 gemacht
, die zum Theil e noch jetzt zu sehen sind. 40 *