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Rud olf IV., der letzte Fe ldkirche r Graf, 1374—79 er voto
für Befreiung aus Eeiselhaft St. Leonhard, dem Gefangenen-Patron,
zu Ehren erb aut hatte; sie wurde 1851
beh ufs Erbauung einer M i l i t ä r k a se r n e (her heu tigen
„Stell a Matutina") abgetragen; der zugehörige Turm verschwand
1852 — Die Volksha11e an diesem Platz wurde
1926 von der Stadt erbaut nach dem Plan des Arch. L. Welz
enbach er-J nnsbru ck. Sie hat» einen Gesamt-Fassungsraum von
ca 3000 Persone n.
Schietzstätte, genannt nach dem vormaligen Sta ndort
der Feldkirche r Schietzstätte dahier. Diese s Gebäude ent stand
zur Zeit Kaise r Marimilians I., des grotzen Förd erers
des Feldkircher Schützenwesens. Die Feldkircher Schützengilde
war wohl die äl teste in ganz Vorarl berg und Tir ol. Die
Schei ben standen ehemals auf dem Platz bei der heutigen
Gasanstalt und wurde in der Richtung gegen Felsenau, paral
lel und ganz nahe der dortigen, im 16. Jahrhundert erba
uten Straße nach Tirol, geschossen. Die Verlegung des
Scheibenstandes auf das linke Jlluf er erfolgte 1833 anläßlich
Erbauung der Ganahl' schen Fabrik nächst der Schießstätte.
Diese stand durch vier Jahrhunderte in Benützung,
bis 1910; sie wurde nach Erbauung des neuen Schützenhause
s hinter der Schattenburg abgebrochen (19 11).
Schillerstraße: Der Dichterfürst Fr iedrich von Schiller
war geboren 1759 zu Marbach a. Neck ar und starb 1805
zu Weimar . .
Schloß-Graben, oberer und unterer: die vom
Aufsti eg zur Schattenburg — Schloßsteig — an der Pfar rkiche
vorbei bis zum unteren Eck der heutigen Bezirkshaupt-"mannschaft
führende Straße, genan nt nach dem vormals
hier der nördlichen Stadtmauer entlan g angelegt gewesenen
Stadt-Graben. Siehe hierüber oben: Hirsch-Gr aben.
Schloß-Steig, im Volksmund B e t t l e r st i e g e, weil
hier nach der Tra dition einst, in der Zeit der gräflichen und
der Vogtei-Herrschaft, die armen Leute auf diesem Steig zur
Burg emporstiegen, um Almosen und Zehrung in Empfan g zu
nehmen.
Veits kapf und Veitslapf-S t r aße, benannt nach der ehemals
auf di eser Höhe bestandenen St. Veit s- oder V itus-Kapelle,
1503 erba ut durch den weila nd hieß österreich. österreich.