42Die Geschichte des Rheins zwischen dem Bodensee und Ragaz :
Die Wuhrgemeinden sind:
1) Ruggell....................................................... 4020 111
Der österreichische Wuhrbezirk Altenstadt reicht
in das G emeindeg ebiet von Ruggell hinein
(vrgl. S. 34).
2) Gamprin....................................................... 2970
111
3) Eschen....................................................... 1960
111
4) Schaan....................................................... 4620
111
5) Vaduz....................................................... 3400 m
6) Trieseu....................................................... 4300
m
7) B a lz ers .. ..... ...... ...... ....... ...... ..... ...... ...... ...... 5250
ni
Zusammen 26520
m
Es dürfte sich in f rühern Zeiten die Uferschutzpflicht wohl auf diejenigen, die an
den Gemeiudenutzungen t eilnah men, beschränkt habe n. Späterhin konnten sie aber den
erhöhten An forderu ngen nicht mehr entsprechen, und so erw achte das Bedürfnis, den Kreis
der Wuhrpflichtigen zu erweitern, was durch das Rheinwuhrgesetz vom 16. Okto ber 1865
geschehen ist.
Darnach sind herangezogen:
a. Zur Tragung der Wuhrl asten:
1) Der Grundbesitz des gesamten Gemeindegebietes nach seiner Steuer ;
2) die einze lnen Haushaltungen, soferne sie an den Gemeindenutzungen teilnahmen.
b. Zu den Lasten der Dammbauten:
Der innerhalb der Gemeindegrenzen gel egene und durch die Dämme gesch ützte
Boden (Perimeter).
Nur der Binnendamm von der Brücke von Bende rn bis zur Ausmündung in den
Rhein war auf Ko sten des La ndes zu erhalten.
In Stunden der Gefa hr oder bei stattgehabten Rheinbrüchen können auch andre
Gemeinden zur Hülfeleistung verhalten werden.
Er leich tert ward die Wuhrlast dadurch, daß mau den durch die Uferbauten gewounenen
Boden zu den Vermögenheiten der Gemein dewuh rkas se zä hlte, in die natürlich
auch die vom Lande gewährten Unt er stü tzungen abf lossen. Die Aufteilung der letzter«
unter die wuhrpflichtigen Gemeinden geschieht nach Verhältnis der jährlich aufgelaufenen
Baukosten.
Mit dem Gesetze vom 80. Dezember 1891 gieng die U fe rschu tzpflicht von den
Gemeinden auf das Land über, das sei ther ^/4 der Ba ukosten trägt; daher jenen nur
mehr ^4 zu zahlen verbleibt. Gewiss e Leistungen aber li egen ihnen noch allein ob und zwar:
a) Die Sorge für die Zufahrten zu den Korrektionswerken,
b) die Vorkeh rungen für die V erlandung des hinter den Wuhren gelegenen ehemalige
n Vorlandes,
c) die unengeltliche B eiste llung des nötigen Holzes aus den in ungeschmälerter Ausdehnung
zu belas sende n Rheinauen, von denen zu andern Zweck en nur mit
besonderer Bewilligung Holz entnommen werde n darf,
d) die Kosten der bei Ueberschwemmungsgefahren aufgebotenen Arb eiter.