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Auft rage des Erzherzogs Karl auf dem Bod ensee
eine größ ere Kriegsflot te errichtete und mit
derse lben dem französisc h en Heere nicht nur einige
siegreiche Gefechte liefer te, sondern dank der Tüchtigkeit
seiner Seeleute d urch! läng ere Zeit den
ganzen See beherrschen sonnte.11)
Seit alter Zeit betrieben die Bewoh ner von
Hard einen schwungvoll en Holzhandel, der vielen
Personen Beschäftigung und guten Verdienst
ge währte. Ei gene, von den Grafen von Montfort
gegebene und von sp äteren Landesfürsten erneuerte
Privilegien sicherten den Bewohnern von
Bregenz, Wolfurt, Lauterach und Hard seit dem
Jahre 13 9012) die Triftrechte auf der Bregenzerad)13),
was wesentlich dazu beitrug, den derzeitigen
Wohlstand zu begründen.
Damit habe ich, hochv e rehrte Festgäste, Ihnen
in große n Zügen ein Bild der Geschichte der
Ortschaft Hard entrollt. Aus dieser Schil d erung
können Sie entnehmen, daß Hard eine alte deutsche
Ansiedelung ist, und auf eine lange und geschichtlich
inhaltreiche Vergangenheit als selbständiges
Ge meinwe sen zurückblicken darf.
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts behielt
der Ort Hard auch äuße rlich den Cha rakter eines
n) Vergl. „Archiv für Gesc hichte und Landeskunde Vorarlb
ergs", I1, S. 16, woselbst sich auch die weitere Literatur
zur Geschichte der Kriegs flotte von 1799 und 1800 verzeic hne t
findet.
12) Orig. Perg. Urkund e im Bre genzer Stadt-Archiv Nr.
414. — Reg. bei Fi scher, Archivberichte aus Vorarlberg im
40. Iahresber. des Vorarlb. Museums-V. S. 11, Nr. 1279.
13) Ueber die Triftrechte auf der Brege nzerach vergleiche
den Aufsatz im „Vorarlb erger Volksblatt", Nr. 261 vom
13. November 1902.