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leuten mit kurtz em an, das man vorhanden seye, abermalen des gerichtz
Hofstaigs altem löblichem gebrauch und herkommen nach, die mayen
gerichtzbesatzung zet uen und für zenemmen.
Volgends dankt der gwes en amman der oberkait ab und pit ine des
amman ambts zue erlas sen.
D arauf würdet ime zuegesprochen, da man ine von oberkait und
der gema ind wegen leid en möge, ob er das amman ambt lenge r tr agen
wolle. Da er sich aber nit bewögen, oder durch die gemaindsleut
erbiten lasst, so greift man zu der besatz ung und namblich so schlagen
inen vogt und ambtleut drey ehrli che männer, ain von Lauterach , den
andern von Hard und den driten aintweders von Wolfurt, abm berg
oder von Schwartzach für, die der oberkai t geföllig, habhaft1) und das
die oberkai t und das land bey ime umb die geföll und einkommen
versichert seyen und las sen jedem die wal geen und welcher alsdann
das mer hat, der ist und bl eibt amman und forder n ine herrn vogt und
ambtleu t zu sich in das tan tzhaus oder wo sy sonste n beyainandern
versamblet sein.
1) Vermöglich. — 2) Per in Klammer gesetzte Nachsatz ist von späterer Hand beigeset^ t
Auf solichs nimbt man mit guetachten des newg esetz ten am mans
aus den vier tigen, vier alte ri chter zu dem newen amman und mit
derselben hilf setzt man die übrigen richter.
Nach deme werden die n ewer wölten ric hter ver lesen und zum
nidersitzen erfordert. A lsdann handlt man von wegen aines waibls, und
so er wider pitt der oberkait und dem ger icht geföllig, zaigt mans ainer
gantzen gemai nd an. Dabey ists bishero pl iben.
Da aber der waibel der oberkait oder ainem ger icht nit mer geföll ig
oder gelegenlich, so setzt man ainen andern , wie von alte rsher gebräuchig
gewesen ist, [n amblich mit dem mer wie ainen amman].2)
Nachgeends, so würde t von ainem müller gerett, ob er der oberkait,
dem gericht und gantzer gemaind noch geföllig. Wa nit, lasst man ime
und andere, so darumben bit en, das mer geen und welcher das mer
hat, der ists. Doch soll derselbig mü ller ainem reg ieren den herrn, der
herrschaft Bregentz alsda nn genügsame caution und Versicherung tuen.
Es würd et auch ime dem müll er dabey eingebunden, ainen redlichen
starken maisterknecht, der der müle aus- und abwa rte und sich auf
das mülwerk verstände, zehalten insonderhait auch der Ordnung, so
ainen müller und knecht vorgelesen wür det (und hernach in disem
buech am 28. blatt nach lengs zuebefinden ist) zuegeleben und nachzekommen.
Hernach setzt man jedem dorf, als Lautera ch, Wolfurt und Hard,
zween und gen Schwartzach ain dorfge nossen. Und so die auch
ges etzt und verles en sein, gibt die ob erkait dem am man, richtern, wai bel,
mü ller, knech t und den dorfgenossen auf zuvor geen den fürgelesnen nachgeschr
ibnen aid, denselben auf main ung als hieun den zesehen.
Fürte rs verlist man der herrschaft Bregentz hernach volgende
besehribne Satzung, und so dasselbig auch beschehen, spricht man dem
amman und den richtern, mü llern, waibel, dorfgeno s sen und den wierten
alles ernsts zu, auf die frefenli che Verhandl ung en und was zestr afen sein
möchte ir vleissigs aufmer ken zehalten und die ungehorsamen zur
straf anzezaigen, d arunder auch nichz zuver schweigen, oder die frefenlichen
handlungen one vorwissen und bewil ligen der oberkait zuvertragen.