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Full text : Der hofsteigische Landsbrauch

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und niemand nichtz da rinnen verbeugen, noch faren lassen, alsdann d arauf
gesetzt ist, es sey von leu ten, von rosse n, rinden, Schweinen oder gänse n,
und sollen auch die panwarten von unser herrschaft, auch von ainem
amman und rat darauf geschirmbt und gehandhabt -werden.

Zum sechsten haben wir auch gesetzt. Von der pfandung auf dem
land und auch von der gant wegen in der statt zu Bregentz, darinnen
die leut bishero vast und schwerlich geir rt und gesaumbt gewe sen
sein, das man das nunhinfüro also halten soll. Wo ains kombt zu ainem
pfender, landsk necht (oder waibel), es sey fraw oder mann, gast oder land smann,
 und dem pfen der auf dem land in wederem tail das ist, empfilet,
oder ime auch sein Ion darumben gibt, ainen zepfenden, das soll der
pfender one verziehen tuen und im varende pfän d, die man tre iben und
trag en mag, ob die da sind, des ersten annemen und im die, so bald
sy verstond nach landsrecht, oder sobald es der cleg er erfordert, förderlich
antwurten, in die statt zu Bregentz auf die gant und ime da gnueg -
tuen mit solchen pfänden, das er seiner schuld vollkomenlich mög ausgericht
 werden. Und wann auch die pfä nd, sy seyen ligend oder varend
auf der gant verkauft werden und nach der statt recht vergant, so
mag dann der, dem die pfänd auf der gant bliben sein, dieselben
pfänd wol zu seinen hande n zie hen, ungeirrt von dem Schuldner und
meniglichem. We lcher aber ainem pfand er pfänd wörte , und nit las sen
wo llte, der soll darumben verfallen sein ain pfund pfening, one gnad.

Welcher auch ainem cleger seine vergangne erk aufte pfänd mit
gew alt und mit freve l vorhieb und ime die nit raumen noch la ssen wollte,
der soll darumben one gnad verfallen sein zehen pfund pfening, die auf
dem land -uns der herrschaft und die im stattgericht der statt an den paw.

Zum sibenden. Welcher dem anderen, die in unser herrschaft
ge hören, ain feindschaft zuesagt und im widersagt und sich recht von
ime nit will beni egen la ssen, wa man den begreifen mag, soll man zu
se inem leib ri chten als zu ainem totschläger.

Zum achtenden. Haben wir ge setzt und geboten bey leib und guet.
Wa zerwürfnus geschieht mit Wort en oder mit werken von zwayen gegen
ainanderen, sy seyen baid des ainen tails in unser herrschaft oder von
bai den tailen, es gesc hehe zu Bregen tz in dem statg eri cht oder auf dem
land, das sich dann die baid tail nit wider ainandern setzen noch scharren
sollend, dann das menigl ich das best in sollichem reden und tuen soll
und das underston mit friden und anderm zuegebieten, das sich zu
guetem ziehen mag, getrewlichen und one alle geverde.

Wer aber darwider tet und sich das erfünde, den soll man darumben
strafen an leib oder guet nach seinem verschulden. In welchem gericht
auf dem land, welches tails das ist, fre vel oder unzuch t besc hehen, das
soll in demselben geri cht, da das beschi cht, bess ert und gebue sst werden,
one des andern tails und meni glichs irrung, hindernuss und widersprechen.

Zum neu nten haben wir gese tzt. Wa ains dem anderen in unser
herr schaft Breg entz, es sey weib oder mann, knab oder docht er, zuespricht
von der eeh wege n, ist dann, das der cleger die sach mit recht verleürt
und geschaiden würt, so soll er dem ans prä chigen sein schaden abt uen
und darzue se inem herrn, des er dann ist, one alle gnad verfallen sein
zehen pfund pfening.

Zum zehenden. Wa ainer dem anderen in unser her rschaft Breg entz
sein eelich weib entp frembdet und hinftiert, den soll man auch zum
leben ri chten als zu ainem totschläger, wa man ine begrei fen mag.
            
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