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Full text : Der hofsteigische Landsbrauch

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nun hinfüro in künftig zeit die partheyen zu allen thailen in disem vertragsbrief
 beg riffen schuldig verbunden und phlicht ig sein sollen, jerlich
zween unpartheysch werk- oder wu ermais ter von Breg entz oder anderswo
zue ordnen und fürzuenemmen, welliche erküeste und fürgenomn e wuermaister
 alsdann fueg haben sollen aus jedem dort, Wolfurt; Lauterach
und Hard, dergleichen von dem herrn abbt und den bürg ern zu Bregentz
ainen verstendi g en erbern mann, tuet vier pers onen zu inen zue erford ern
und zu haischen. Dieselben alsdann mit und neben den zwayen unpartheyschen
 wuermaistern fueg und gwalt haben sollen und m ügen, jeder
zeit an ort und enden alda die not am grösste n und höchsten sein würdet,
zu wuern anzueschaffen und zuverordnen. Doch s ollen di e selbigen fürgenomen
 werkmais ter in anfang ires best ands ainen vogt oder ambtmann
zu Bregent z an rechter geschworner aidstatt anloben und versprechen
jeder zeit nach pestem nutz und frommen zu wuern und anzueschaffen
und ungepürlich uncosten und zerungen zuetue n nit gestatten. Denseibigen
dann die underth on en und arbai ter an und bey den wuern in allweg irem
beveich gehorsame zuebe weis en sc huldig und solle n auch dieselbigen werkoder
 wuermaister jeder zeit schul dig sein, die ungehorsamen personen
vogt und amb tleuten der herrschaft Bregentz anzuezaigen, damit diesel
 ben u ngeh orsamen perso nen umb ir Verhandlungen nach gestalt der
Sachen durch berüe rte vogt und ambtleut jederzeit gestraft und gepüesst
werden mügen. Des auch bemeltem herrn vogt und ambtl eutn zuestrafen
hierinnen nit benommen, sond er in irem gwalt steen und bleiben solle.
Wie dann die u ndertho nen der dreye r # dörfer Wolfurt, Laut erach und
Hard, derg lei chen vorg emelte r herr abbt und die bürg er zu Bregentz
solliche m allem zuegeloben und nachzuekommen für sich und ire nachkom
 men sambt und ain jeden in s underhait den ogenannten baiden herrn
römischer königlicher majestät etc. ver o rdneten commissarien beyhand
gelobten trewen an rechter geschworner aidstatt zueha ltn g elobt, zuegesagt
und versprochen. Doch soll sollicher vertrag hochermelte r römischer
küniglicher maiestat und derse lben nachkommen als fürsten von Oesterreich
 und inhaber der herrschaft Bregentz an iren jerlichen steure n, zinsen,
raisen, frondiensten und andere n einkommen, obrigkait und herrlichait
erme lter herrschaft Bregentz in allw eg on sch aden und nachthail sein.

Und des zu besserm urkun d und bestetigung aller vorgeschribner
sachön, d arauf vorberüerte herrn commissarien glaubwürdig urkund und
brief begert haben, die inen die vorbemelten herrn commissarien sambt
iren beys itzern zu geben bewilligt. H ierumben und des alles zu warem
urkun d sein solliche r Vertragsbrief zween gle ichl aut end gemacht und
nämblich ainer den underthonen der baid er dörfer Wolfurt und Lau terach
und iren mit verwonten und der ander den underthonen • zu Hard und
iren mitv erwonten mit hochgedachter römischer küniglicher mayestät etc.
herrn commissarien aignen angeborne n anha ng enden insigeln, doch inen
und iren erben in albeg one schaden, bes igelt, geben und verfertigt
worden am dornsta g nach dem sonntag Judiea in der vasten nach Christ ]
gebürt fünftzehenhundert und im vierundviertzigisten jar. 1)

1) Hier fehlt in dem von Wit tweyler geschriebenen Exemplare ein Blatt, weshalb der
folgende Text einer sp äteren Abschrift entno mmen wurde .

[Darauf haben uns obgemelte undertho nen sambt iren zu beiderseits
zuegewonten undertäniglichen gebeten , sollichen ver trag und was darine n
berü ert, als regierender herr und landsfürst un sers haus Oesterreich zu
            
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