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fein. Zugleich wurde verabredet, daß die Vludeilzer in ihrer Pfarrkirche im Chor oder
wo es sie gut dünk e, dem Watter helfen sol lten, einen Altar zu bauen, doch habe Wal ter
den Altar mit Kelch , Me ßbüchern, Meßgewändern, Kerze n und andern „Got tesgezie rden"
gebührl ich zu versehen ohne der Blude nzer und des Heiligen Schad en. Sp äter fol gte
Johan nes dem fromme n Beispiele des Vaters durch Stiftung einer Jahrzeit und einer
Spende in Bludenz. Untervogt und Rat der Stadt bestätigten ihm am Dienstag nach
St. Peter und Paul (30. Juui) 1506, daß er nach des Vaters Heimgang den Zinsund
Hauptbrief der Pfründe den Bludenzern bedingungsweise überantwor t et habe,
und versprac he n, darauf zu sehen, daß Jah rzeit und Spend e jährlich geha lten und
gegeben würden?) Johannes Watter lieh der Stadt Feldkirch von 1497 bis 1509
mehrmals als Wachtmeister, Platzmeister, Feuerschauer, Brotschauer u. s. w. feine
Dienst e.
Unter dem „Landrichter" haben wir sicherlich Miche l Nad zu verstehen, der im letzten
Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts das Landrichteramt in Rankweil versah , bis es 1501 an
Hanns Ulrich von Hörndlingen (Hörningen) kam. Dara us geht hervor, daß die Watter das
Amt kaum bis zum Tode K onrads, geschweige denn bis zu dem des Johan nes innehatten.
Nad gab es in jener Zeit mehrere in Feldkirch : Hanns, Ulrich, Stoffel, Jörg, Ludwig
und als wichtigsten Hein rich, den wir seit 1500 als Hnuptmann, Wachtmeister, Feuerschaue
r, Fischsc ha uer, Achtzehner, Bau meister des heimlichen Bachs und 1511 und 1514
als Stadtammann finden?)
W ahrscheinl ich im Jahre 1506 trafen Stadtammann und Rat eine Bestimmung
für die Schüler, „so vor dem Sacrament goud." Wenn der Betrag von 3 Pf. Pf.,
den das Spital aus der Schmidin Almos en zu geben schuldig ist, 6 Pf. Pf. Gült
ausmacht, so sollen diese 6 Pf. Pf. Zins in den Bettelsä cke l gehen und dessen Pfleger
solle n jedem der Schüler, so oft sie gehen, einen Kreuzer und alle Jahre Sant Niclasen
10 Schilling für die Lichter und dem Schulmeister und dem Mesner je 5 Sch. geben.
In der Gestalt soll der Bettelsä cke l G ewinn und Verlust haben. Mögen aber die
6 Pf. Pf. nicht ersammelt werden, so wollen Stadtammann und Rat hie ran nicht
gebunde n sein.
Die Stadt Feldkirch genoß bekanntlich wichtige Rechte und Freihe iten, die sie
jeweils zu mehren trachtete nnb sich von ihren He rren sorgsa m bestätigen ließ. Wir
erwähnen hier nur einige Freiheitsbriefe. Am 25. April 1356 bekräftigten die Brüder
Haug und R udolf Graf en von Montfort alle früheren Privilegien der Stadt wegen der
treuen Hilfe, die sie ihnen während der Mißhelligkeiten mit Kaiser Ludwig geleist et hatte?)
Bekannt ist der große Freiheitsbrief des Grafen Rudolf, des let zten Montforters von
Feldkirch, vom 17. Dezember 1376. Hatt en die erwähnten Brüd er Haug und Rudolf
bereit s am Montag nach eingehendem August (7. August) 1346 erklärt, daß Fel dkirch
niemals Haft oder Pfand für seine H erren sein dürfe, so urkundete H erzog Leopold am
6) Scha tzarch iv 1587. — Die Urkunde über die Psründe Hansen Watters steht im
neueren Stadtbuch (Bludenzer Stadtarchiv) S. 272 ff. — Fischer, Urkundenauszüge aus
dem Bludenzer Archive im XXVII. Jahres-Bericht des Vorarlberger Museum-Vereines
(1888) S. 68 f. Nr. 85.
7) Die Jahrzahlen der Stadtammänner sind nach Prugg er S. 101 und nach
Fischers Archiv-Berichten aus Vorarlberg (XXXV . Jahresbericht des Vorarlberger MuseumVereins
S. 60 ff.) angegeben. Dabei ist es allerd ings mö glich, daß j emand auch nach seinem
Amtsjahre noch „Stadtammann" genannt wird. Bezüglich Pruggers habe ich zu bemerken,
daß die Wahltage der Stadtammänner bei ihm, soweit ich es verfolgen konnte, richt ig
angegeben sind mit Ausnahme derer des Görg Stoß, der am 24. November (St. KatharinaAbend)
1522 und nicht am 24. Februar 1523 gewä hlt wurde, und des Hans Mätzler, der
zwar am 17. Oktober (Samstag nach St. Gallen tag) aber nicht 1524, sondern 1523 ins
Amt trat.
8) Regest von Hummel nach dem Fe ldki rcher Kopial buch Nr. 379 S. 33. Bregenzer
S tadtarch iv 173. — Vanotti, Geschichte der Graf en von Mon tfort und von Werdenb erg
S. 76, — Beson ders I. Zösm air im XXIII. Fe ldki rcher Programm (1878) S. 211 ff.