Babenwol- Gallusstift . 673
Elisabeth v. Ems zur Hohenenls, Bützel's hinterlassene Witive Anna und
wurde so Inhaber des Lehengutes. ■) So schrei bt er sich auch als erster
1509 „Herr zu Babeuboll". Er gest altete sich das Anwesen, das seine
krieg erische Bestimmung schon längst eingebüßt hatte , zu einem Edelsitz
um. Von ihm rührt sehr wahrscheinl ich der heutige Bestand des Gebäu
des mit den Zinnenmauern her, indem noch zu Weizeneggers Zeit en vor
hundert Jahren auf einer Säule zwischen den Fenstern die Jahrzahl
1523 sich eingegraben und ebenso über einer Tür allfgemalt fand.
Gaslnsstift von der Pfarrkirche aus geseh en.
Im Jahre 1529 erscheint der ta pfere Kriegsmann Jörg Schil
ling v. Wild egg, wahrscheinlich Schwiegersohn des Klauß Vill en
bach, als Herr von Babenwol und zugle ich als Inhaber eines Wein
schanks auf dem Gut. Derselbe führte 1543 als Hauptmanu 300 Vorarl
berger gegen die Türken nach Ungarn. Als tapfer er Krie ger erwarb er
sich den Adelsrang. 1557 folgte ihm sein glei chna miger Sohn. Im
Jahre 1564 erschei nt in den Steuerbüchern ein Wolf H e i n r i ch v.
S-tein zu Babenwol als Beisässe, der sich auch „von K linge n-
st e i ท" nennt und etwa 1581 starb .
Ein Vertreter dieses Geschlechtes, das in Bregenz in der Kirchgafle haushäblich
w ar,4) Bernhard Klingenstein, amt ete 15 41—46 als Stadtschreiber zu Bregenz. Zwei
Schwestern Wolf Heinrichs hatten im Kl oster Gu tental (im Trierischen?) den Schleier
genommen; sie hatten auf dem Edelsit z ein unablösliches Kapit al von 1000 fl. liegen, dessen
Zinsen sie als Nadelgeld bezogen . Von Wolf Hei nrichs Kin dern trat ein gleichnamiger
-*) Breg. Stadta, I., S. 6.
') Sta dta. XXXVII, 547; W.-Merkle, TU., S. 258; Helbok, Bevölkerg. etc., S. 60, 71.
4) Helbok, Bevölkerung, S. 131.