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in sein er Emser Chronik von 1616 (S. 51) be merkt bei Erwähnung des
Ansitzes nur, daß er zur Zeit „dem Hieronymo Hummelberg, Stadtam
mann zu Feldkirch, gehörig" sei.
Die Hummelberg oder Hummelberger waren2 *) ein Patriziergeschlecht
in der Reichs stadt R avensburg und daselbst im 15. und 16. Jahrhundert
ansäß ig. Die Famili e verpflanzte sich im 16. Jahrhundert nach ^ldkirch
und gelangte hier zu groß em Ansehen. Ihren Stammbaum gibt Bucel in
in seiner Raetia, S. 456. Als Stammvater der Feldki rche r Linie ist zu
bezeichnen: Gabriel Hummelberg, berühmter B otaniker und
Humanist, Dokto r der Medizin und der freie n Kün ste. Er war der Sohn
des Micha el und der Anna, geb. Ku pserschmid aus Bludenz, und ward
zu Rav ensburg geboren. Nachd em er an vers chiedene n Universitäten
Fr ankr eichs und Italiens (Paris, Mon tpell ier und Bologna) stud iert, be
gann er seine ärztliche Pr axis in Schwaben. Aber schon bald kam er nach
Feldkirch, wo er schon 1518 nachw eisbar ist und wo er sich im selben
Jahr mit Veronika Jmgra ben vermählte. Selbst humanistisch vielseitig
gebildet und als Naturforscher auch schriftstellerisch tätig, besonders auf
botanischem und medizinisch em Gebiete, erwarb er sich auch ein dankens
we rtes Verdiens t durch die Sammlung der Korrespondenz seines Bruder s
Michael, die eine reich fließende Quell e für die Geschichte des Huma
ni smus ist. Gabrie ls wertvolle Büchere i kam durch Schenkung an die
Feldkircher St. Nikol aus -Pfarr b iblio thek und ist noch großenteils im dor
tigen Stadt archiv erhal ten.2) — Der eben genannte Bruder Gabriels,
Michael Hum mel berg, wurde 1487 zu Ravensburg geboren und
starb ebend a 1527.4 5)
-) Nach Mitteilung des t Herausgebers d. Ztschr. „Schw ab. Arc hiv", Amtsri chter a. D.
Paul Peck in Ravensburg.
b) Siehe Näh eres über ihn und seine Bi blii othek bei Ludewig: Vorarlberger etc., S. 21
(31), 278, 279, 280 und 286. — Allg. deutsche Biographie XIII, 387. — I. Fischer ริ. J.:
Dr. Hier onymus Mü nzer und die Fel dki rcher St. Niko laus-Bibliothe k , in. Arch. f. Gesc h.
It. Ldkd. Brlbg s. 3g. XII (1916), S. 36 ff.
*) Siehe Lit. uber ihn zit. bei Ludewig, aa. O. -
5) Siehe Ludewig: Klarissenkloster Valduna, S. 82, 127.
°) eb da., S. 150.
7) Ludewig, ebda., S. 127.
Gabriel hatte zehn Ki nder: drei Söhne : Michael, Gabriel ,
R a p h a e l, und siebe n Töchter . Von letzte ren traten zwei in das Kla
rissenkloster Valduna; die ältere : Magdalena, war daselbst Priorin
1566—9<7) die jüngere, Kun i gundis, stand dem Kloster als Aebtissm
vor 155 5—75, resigniert e alsdann nnd starb 159 4.6) Die Priorin Magda
lena schr ieb 1572 ein noch (in Landesmuseum) erhal tenes Gebetbuch zu
Ehren der M utter Gottes, das schon durch se inen Inhal t bemerkenswerl
ist, aber auch noch einen besonderen Wert erhäl t durch die Personen , denen
es von der Verfasserin gewidmet wurde, nämlich die Erzherzoginnen
Magdalena nnd Helena rm Damenstift in Hall, Tirol^7)
Unter den Kind ern des vorgenannten jüngeren Michael, des Sohn es
Gabriels, ist bemerkens w ert: Hieronymus H., derselb e, den Schleh
als Besitzer von Su lzhofen erwähnt. Er war dreimal, 1609, 13 und 16,
Stadt ammann von Feldki rch und war vermäh lt mit Perpetua v. Alt
mannshausen. Seine Söhne waren Hieronymus d. Jüngere, G a - -