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Full text: Die Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechtensteins. Band 2

G arden st e 
in831 
wurde er hä ufig zu Konventen und D eputationst agen des Kreises abge­ 
ordnet. Besondere Verdienste erwarb er sich laut Adel sbrief im Jahre 
1703 im spanischen Erbsol gekri eg um das Grenzschloß Argen, das er^v or 
feindÄcher Besit zna hme durch mühs ame Herbeizrehung „regulierter Miliz 
und Man nscha ft" Wider alles Vermu ten bewahrte. — In seinem An­ 
stiche n um die R i tterschaft hob Friz hervor, daß schon seine Vorelter n 1608 
Wapp en der 
Friz v. 
Lauwenstein 
1710. 
ein Wapp en erhalten, und daß er, mit Gütern reich gesegnet, sich in den 
habsburgischen Erblanden durch Ankauf adel iger Güter ansaßig zu ma­ 
chen entschlossen sei. Vielleicht dachte er dabei an unser Gauenstein. We­ 
nigstens bekam er bei sein er Erhebung in den „a d e lich e ท und 
alten R itterstand" am 8. Mai 1710 das Prädikat „E dler von 
Ca uenstein" ; st gleichzeitig erlan gte er die Rotwachsfreiheit und den 
Titel eines kaiserlichen Rates 
Das A d e >l s p v ä d i k>a t lautete ursprünglich „Cauwenstein" unib wurde spä ter 
„Gaue ns tein" und Hauenstein ges chrieben. Die Bezeichn ung des Schlößchen s Gauenstein 
ist vielleicht aus einer Verquickung der Namen Gaues und Kauenstein entstanden.4) Dem 
Namen „Gaurvenstein" mag ursprünglich das romanische „ca na" — Höhte zugvundegelegen 
hÄ>en („Hö llenstei n ) und mag er sich dann unter dem lautlichen Einsluß des Wortes 
„'Gaues" zu „Gauenstein" umgewandellt ha ben, also mit geä nderter Wortbedeutung, außer 
wir nähmen cm, daß auch der Name „Gäues" vom Wo rtstalMM „cava" abz ulle iten sei. 
Infolge der mit der Nobilitierung erfolgten Wappenbesser ung ist der nunmehrige 
Ga uen st e'i Nische Wappen s child geviertet mit dem St ammwapp en als Her zschild; 
1 nnd 4 ist golden-^schwarz geteilt mit je einem roten doppelschwänz ig en gekrönt en Löwen, 
in der einens Dorderpra n ke Jein eu goldenen Schlüssel ha ltend und auf gr ünem Dreiberg 
stehend (= Wap pen sein er Mutter, gelb. Ium-Keller); 2 und 3 ist silber n- rot geteilt mit je 
einem schwlarzen gekrönten Adler axis grün em Dreiberg; zwei gekrönte Tournierhelime mit 
®) Ritterstandsdiploim auszügl. mitget. bei v. Fri zberg. S. 40 ff. 
4) Frdl. Mit teil, von Ho frat v. Frizberg. Frizberg.
	        
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