Villa
Raczynski 887
feit nach. Sein letztes Lebensjahr hatte er in Gal izien verbracht und starb
dort auch bei seinen Verwandten in Krakau. —
Die Sch loßvill a Raczynski bed eutet in B a u a rt und Aus
stattun g ein Unikum nicht nur in der Stadt Bregenz, sond ern im gan
zen Land. Die Pläne hiezu entwarf ein Ar chitekt St. Tragl; als Bau
führe r fungierten Ingenieur und geprüfter Stadtbaumeister Josef Doubek,
Marienberg, Hauptgebäude.
wahrscheinl ich aus Prag, und später der Bregenzer Baumeister Inge
nieur Wacker . 1875 ward mit dem Bau der Villa begonnen; alÄmnn
folgten die Nebengebäude, während zugle ich Park und Garten angelegt
w urden. .
Der gesamte herrschaftliche Baukomplex umfaßte nach Plan und
Ausführung folgende Gebä ull chkeit en: dre Villa mit dem gegen den
Berg zu gelegenen Rückgebäude (noch 1875 erbau t); -e twas weit er unten
— nördlich davon — das Kasino oder das Spielhaus mit Fests aal sowie
Billar d- und Kegelspiel-Räumen (erst 1880/81 durch Wacker erbaut ); dann
am Fuß des Geländes — nördlich vom vorigen — das Verw alterhau s
mit Bedientenwohnung, sodann Stall u ngen, Schuppen, Remise, Magazin
(1876 erbaut); we stlich h iervon das -große Glas-Treibhaus inmitten der
Gemüsegartenanlagen, die sich bis zur Portier -W oh nilNg beim Haupt
eingang an der Gebhardsbergstraße hin ausde hnen (letzteres sowie das
Treibhaus 1875 erbaut); auf der an deren Seite nach Osten zu, ober der
Thal bachs traße , stand das Huhnerhaus.
Das ganze große Anwe sen, das eine Ausdehnung von 60.674 m2
besitzt, wurde mit großem Kostenaufwand ausgiebig kanalisiert und er
hielt eine ei gene Wasserleitu ng . Im Park entfal tete sich eine hoch ent
wickelte Gartenkunst, und wurde darei n eine Reihe auslän di scher und
seltener Baumarten verpflanzt.3)