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wo Papst Alexander dem K loster seinen Besit z bestätigt, und wo nach die
erwähnten Höfe, die Kirch e und Pfrü nde von Bendern damals noch
demselben gehörten.
Der Name Bendern, in den ältesten Urkunden: Benedur, Ben-
dure, Vendor, ist siche r keltisch'und erklärt sich am ehesten als „Turm auf
der Höhe" (Ben Anhöhe, Berg; Dur oder Tur = Turm).') Der Ven
derer Turm durf te sonach in die vorchrist liche keltische Zeit zurückreichen
und eine keltische Wehranlage oder Wallburg gewesen sein. Das von rö
mische n Geographen erwähnte „Ebodurum" wird von einigen4 5) hieher
verlegt.6) „.1,,
4) Vgl. Hopfner: Ein Beitrag z. Etymologie liechtenst. Ortsnamen, Jb. 10.
8) wie z. B von Jul. น. Lei cht len: „Schwaben unter den Röln ern", Freib. i. B., 1825;
vgl. Bergmann, Bei tr. z. frit. Gesch. Vr lbgs., S. 29.
6) Ueber die Wallburgen siehe das im erst en Abschn. die ses Werkes und unten in Bespr .
„Hausberg von Mau ren" Gesagte; vgl. Atz, Kunstge s ch. v. Tir. น. Vrlbg. , S. 4.
7) Vgl. I. G. Ma yer, Gesch. d. Bist. Chur, (1897), S. 105 f; 190.
8) Die ses Limpach dur fte von dem im Bez.-Amt Pfullendorf gelegen Leimbach, das
Helbok in Reg. Nr. 289 als Stammsitz vermutet, wohl zu unterscheiden sein.
9) Helbok, ebd. Nr. 289.
Schänni s, das durch Schenkungen der Nachkommen des Gründ ers mit der Zeit sehr
reich wurde, war anfänglich von Nonnen des Benediktinerordens besiedelt, wurde aber um
das Jahr 1040 ein adeliges Damenstift mit Kanonissinnen der nach St. Au gustin benannten
milderen Reg el. Kastvogte des Stiftes waren zuerst die Her ren v. Schänni s und später die
Gr afen v. Lenzburg, die von der Enke lin und Erbin des Stifters Hunfried abstammten.7)
Noch 1177 übte die Aebtissin von Schännis über die damals noch
dem Kloster gehörige Psa rre Bendern das Patronatsrecht aus. Doch schon
wenige Jahre später fmden wir Bendern im Besitze des schwä bischen
Ritter s Rüdig er v. L i m p a ch. Es war die Zeit, da die Grafen von
Montfor t in Feldki rch ihren Sitz aufschlugen und die Herren v. Schellen
berg am Eschnerberg sich ansiedelten. Wa hrschein lich waren wie diese
letzter en auch die Herren v. Limp ach durch die sc hwäbischen Herzoge als
Hüter der Uber die Alpen führ enden Heeresstraßen ins Land gerufen
worden. Nac hdem um jene Zeit Kai ser Barbaros sa wie überhaupt die
Stau fer Vögte des Frauenstlftes Schännis waren, so liegt der Schluß
nahe, daß durch di ese, und wahrscheinlich durch den Kai ser selbst, die
Besitzungen des Stiftes am Eschnerberg an den genannten schwäbi schen
Ritte s verliehen wurden.
Die v. Lim pach hatt en ihren Stammsitz bei Ueberlingen am untern
Boden see (Bezirks amt Heil igen ber g).8 9) Nachdem um 1180 die Brüder
Albert und Heinrich v. Limpach in einer Urkunde des Herzogs Welf als
Zeugen Vorkommen," so scheine n sie welsi sche Dienstmannen gewesen zu
sein; später aber kamen sie jedenfalls in staufis che Dienste. Der genannte
Ritter Rüdiger v. Limp ach dürf te der let zte seines Stamm es gewesen
sein; we nigstens verschw ind et mit ihm dessen Name aus den Urkunden.
Daß die erwähnten Güter Reichslehen waren, geht auch daraus
he rvor, daß der Leheninhaber Rüdiger v. Limpach, als er sie dem Kloster
St. Luzi in Chur schenken wollte, sie zuerst in die Hand des Kaisers
zur ückleg te mit der Bitte, sie dem Kl oster zu geben. Es war nämlich
Reichsgesetz und durch Barbaross a neu eingescharft worden, daß Reichs
lehen nur durch die Hand des Konigs in ande rn Besitz übergeben werden
durften.
Ueber die Veranlass ung zu die ser Schenkung an das besagte Kloster Kloster