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Rücksicht auf die bei gefügte Angabe, daß in diesem Jahre die Kirche er
baut worden sei, den Abschluß der Restaurierung nach der Verwüs tung im
Schwabenkrieg. Auch im Jahre 1693 dürfte eine größere Restaurierung
vorgenommen worden fein.]) Noch in den 1870er Jahren fand sich am
Eingang das Klosterwap pen von St. Luzi angebracht: im ob eren Feld
zwei Löwen, im unteren ein Pf erd, das Ganze von einer Krone über
ragt. Ebenso waren damals die fünfzehn Chorstllhle im Presbyter i um
noch vorhanden. In der Kirc he li egen mehrer e Aebte von St. Luzi, die
in den früheren wirr en Zeitenjnit dem Konvent in Bendern residiert oder
nach ihrer Resignation hier Wohnung genommen, begraben , mehrer e
Ko nventu alen fanden in der Vorhalle ihre let zte Ruhestätte
Im Jahre 1858, nachd em zufolg e des fortdauernde n P rozes sierens
wegen der Bauer haltungspflic ht die Kirche verwahrloste und das Kirchen
dach einzustllrzen drohte, wurde endlich auf Drängen der fürstlichen Re
gier ung das ganze Dach neu erstellt, wie auch das Schindeld ac h des Tur
mes erneuert und ein neuer Boden für die Kirchenst uh le gelegt.
Eine durchgreifende Reparatur der Kirche, sozusagen ein Neubau, er
folgte unter Pfarrer Xaver Hänsle, von Rank werl gebürtig , in den Jah
ren 1876—79. Leider hat man anläßlich die ser Restaurierung in pietät
loser Weise die Grabdenkmäler der hier be stattete n Abte und Konvent
Herr en verschwi nden lassen , ebens o die Chorstuhle und gewiß noch manc he
an dere Altertümer, die an das ehe malige Kl oster St. Luzi erinnerten und
wovon man nicht weiß, wohin sie geko mmen. Ein Denkmalschützgesetz,
wenn es damals in Liechtenstein bestan den hätte, würde wohl hier wie
an ande rn Orten manches noch aus der Vergangenheit gerettet haben.
Der heutige P f a r r h o f in Bendern, etn stattliches geräumiges Ge
bäude, verrät schon im Aeuß ern seine ehemalige klösterliche Besti mmung .
Als in den Wirr en der Resornration 1538, eini ge Jahre nach der grau
samen Hin richtu ng des Abtes Theodor Schlegl, die sämtlichen Konven
t ualen von St. Luzi das Kl oster verlassen mußten, nahmen diese für etwa
hundert Jahre ihre Zuflu cht in Bende rn (bis 1624). Neben dem alten
bisherigen Bau daselbst wurde uun ein grö ßeres Geb äude aufgeführt und
zur Abi swohnung eing erichte t und enthr elt auch den Konv entfaal; der
ursprüngliche Bau (näc hst der Kirche) enthielt Ze llen für die Konve n
t ualen und ist dermalen Scheune; der spätere Bau blieb dann auch nach
her das Wohnhaus für die zwei Stiftsherren, die die See lsorge hier aus
übten. Im Jahre 1725 wurden wegen der unleidlichen Verhältni sse in
Chur von den Stiftsherr en von St. Luzi, die sich meistens in Bendern
aufhielten, ernstlich die völ lige Verlegung des Klosters von Chur nach
Bendern und der Verka uf ihres Besitzes in Chur angestrebt. Jedoch der
Abt Milo Riege r, der aber noch im selben Jahre starb, dann der Gene ral
Visitator, der Churer Bischof und der Papst selbst waren gegen die Ver
legung, und so blieb es beim alten, was sich auch umso mehr rechtsertigte,
als sich unter den bei den nächsten'Nachfolgern des Abtes Milo St. Luzi
wie der in erfreulicher Weife hob. Der zweite Nachfo lger des Abtes Milo
ivar Abt Mak arius Me ßmer aus Konstanz, einer der eifrig sten und tätig
sten Aebte des Klos ters (1731—44); er resignierte 1744 und starb 1750,
<1 Jahre alt; nach seiner Resignation lebte er in Bendern, wo das dor-
*) Büche l, aa. O., S. 112.