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Full text: Die Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechtensteins. Band 2

A'lt- -und Neu- Gms. 1017 
Rücksicht wäre die Erbauung der Burg Ems .eher .um 1160—90, also vom A'Ussterben der 
Alten Grafen von Br egenz bis zum Beg inn der Herrschaft des Gra'f en Hugo von Tübingen- 
Montfort vm -Lande (Feit des Kampfes um das Bregenzer Erbe) ünzufetzen, was hier be­ 
richtigend zu 6. 268, oben, bemerkt sei. Vielleicht hat ten auch die Staüfer, an die HW letz t­ 
lich die wel-fische Erbschaft kam, zum 'Sc hutze di eses ihres neuen Besi tzes und des Reichsh ofes 
Krieß ern sowie zur Sicherung der Heerstraße über die Bündner Paffe auf dem Reichsb oden 
von Ems die feste Burg angelegt und ihren nunmehr i gen Dienstmannen von Ems zur Hut 
übergeben. 
Nachträglich wurden dann die Emser aus staufischen Ministerialen Reichsdienstmannen 
und wur den für ihre Dienste früh Mit Reichslehengutern aus gestattet. Au den ältesten 
Dienstlehen für die Burghut von Ems gehörten wohl die sogenannten „S childhu ben" im 
Bregenzerwald um Biza u. Diese Schildhuben, deren Name selbst schon auf den militärischen 
Dien'stzweck diese r Lehengüter hin weis t, erhielten sie wohl schon vor 1290, da in diesem 
Jahr König 'Ru dolf von Hab sburg den Bregenzerwald, soweit er noch Reichs gut war, an die 
Gr afen von Montf ort verpfändete. Die Schildhuben gehörten wohl zur Erstausstattung mit 
Reichsleh en für d'ie Burg Ems, da entsprechend naher gelegene nutzbar e Einkünfte nicht 
vorhanden waren. Denn die kleinen Lehen! «im Hof Krießern- 'Mo chten hiefür keine swegs aus­ 
gereicht haben und ber königlic he Forst von Ems sel bst war damals noch kaum besiedelt , 
indem'das Dorf Ems sicherlich eine der jüngsten Dovfsiedlungen im unte ren Rheintal ist. 
Die Grundlagen für den Macht aufst ieg der Edlen von Ems. 
Der Besitz und die militär ische Hut der strategisch wichtigen Reichs burg Ems bot für 
das unternehmungslustige und krie gstuch ti- ge Geschlecht derer von- Ems die Gelegenheit und 
die nötigen Machtmittel zur Begründung einer eigenen territorialen Herrschaft mit zuge­ 
hörigen Hoh eitsrecht en. Als Re ichsburgmannen erreichten die Ritter von Ems alle für die 
Begründung -einer eigenen Territorialherrschaft in Betracht kommenden Hoheitsrechte un­ 
mittelbar von Kaise r und Reich in Form von Reichspfandschaften', kaiserlichen Privilegien 
und Belehnungen. Da diese Pfan dschafte n in der Folge nie mehr aus gelost wurden, so 
war den Emsern ihre tatsächliche Herrschaft über die Leute und das Rei chsgut zu Ems be­ 
gründet und für die Zukun'st gesichert: sie waren aus einfachen Reichs burgm annen durch 
eine vorteilhafte Kapitalsanlage beim Reich zur eigenen Territorialherrlichkeit über ihren 
früheren Amtsbereich aufgestiegen. Die Grundlage für diese günstige Entwicklung bildete 
die große Reichs pfänd schäft von 1843. Durch Verleihung des Blutbannes über Ems und 
Dornbirn seitens König Sigismunds wurde 1430 die im Jahre 1343 durch Pfan dsc haft er­ 
worbene hohe Gerichtsbarkeit in -ein Reichslehen umg ewan delt und so auch förmlich von 
Reich s wegen anerkannt. 8) 
8) Welti, aa. O., S. 8—12. 
S. 231 (3. Absat z, Schl uß): Em ser Wappe n in der Zürcher Wappenrolle: Die Helm­ 
zier bilden nicht Str auß enfe dern, sondern Büffelhörner, mit Hermelin überdeckt und an den 
Spitzen mit sc hwarzen Schwänzche n verseh en. 
S. 244 (Anm. 6, 2. Zl.) er gänze: Sch öch, aa. O. (9. [11912 ]), S. 179 f. 
S. 252 (le tzt. Abs.): Schwef elbad . Eine alte Besc hreibung hierüber: „Balneum 
Emsianum" von 1678, abgedr . in Vrlb. Dolks kalen d. 1866. 
S. 257 (1. Abs. Schl uß) ergänze: Graf Kas par hatte auch die Vogtoi Bludenz-Sonnen­ 
berg inne; siehe hierüber: „Mittlgn. aus d. Akten d. Hohenems. Arch." durch H. Grf. v. 
Walde rdorff in: Mus.-Ber. 36 (1895). 
S. 258 (4. Abs.): Zu berichtigen: Graf Kaspar überließ an die einstedel n' sc he Propst ei 
St. Ge rold den halben Mrchensatz von Schni fis (nicht von St. GeroldX 
S. 261 (Anm 6): Statt „I. Hirn" lies: „F erd. Hir n". 
S 262 (Zl. 7): Statt 17'51 lies 1756 und ergänze: Schon zu Lebzeiten sein es Vetters, 
17.52 (Juli 2.), hatte er das In ko lat in Böhmen erworben. (Bergmann, Grafen v. Hohenems, 
S . 82 y 
S. 263 (le tzte Zl.): Graf Maximilian starb am 24. April 1930 in München und wurde 
beigesetzt in Hohenem s am 28. Apri l; vgl. den Nachruf in Vrlb. Volksbl. vom 30. April 1930. 
S. 265 (III. Anfang): Der älteste Name «für Ems war vielleicht „Konstantinsweiler" 
(ur kdl. 895), indem dieser halb ro ma nische, halb deutsche Name fast noch eher als auf 
Lustenau sich auf unser Ems beziehen kö nnte. (Häfele in: Gedenkschr. „Hohenems", 1930, S. 8.) 
|6. 265 (Anm. 5, 10., gl. von u nt.): stat t: Mus.-Ber.... 30, 3'9 lies: 30, 31. 
'S. 269 (Mitte): Aus dem Jahre 1676, also der Zeit, da die Burg Alt-iE ms nicht -mehr 
von der g räfl. Fam"ilie bewohnt war, datiert das „Inventar i u m über die hoch gr äfliche 
hohen embsische Vordere Ve stung Höch en Em b s genannt" (O rig, im gräfl. Archiv 
Hohenems, veröf fent licht durch^Dr. I. Gaffer-Dornbirn in: Zts chr. „Alemania" IV. (1930 ), 
S. 153—169 (mit Sach- und Worterklärungen).
	        
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