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Full text : Der Edelsitz Oberlochen

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gelassen en Sohnes G ustav wie auch der von dessen Schwester Karoline, vereh elich t

gewesenen von Vintler, verbl iebe nen Kinder, namen s Friedrich, Karoline und Aloisia
von Vintler, nach dem dess en and ere Schwester Wilhelmi ne von Woche r ohne Deszendenz
 verstorben war, und endli ch anstat t der älteren Konsorten Maria Anna,
Maria Theresia und Maria Magdalena von Woc her und ihrer allenfalligen
Deszendenz.

Von den b eiden Sö hnen des vorgenannten Maximili an von Wocher, vermählt mit Antonia
 von Funke und gest. 1803 in Al tenst adt, war der ältere, Alois Th eophil Maximilian, geb.
am 26. Oft. 1784 zu Innsbruck; er stand anfänglich in k. k. österreichischen Mi litärdiensten —
wir finden ihn im Jahre 1818 als k. k. Ober-Lieutenant, später versah er die Stell e eines Gubernial-Kanzlisten
 in Lemberg. (?)

Dessen jüngerer Bruder, Franz Joh ann Ferdinand, war geboren zu Innsbr uck den
31. Oft. 1787; er studierte Medizin und wir kte spä ter als Arzt in Ran kweil.

Ihr Vetter Gustav Joseph Maximilian von Wocher war als der Sohn des Karl Anton
von W ocher geboren zu Ludwigsburg im Neckarkreis, Württb g. ant 4. Sept. 1779. Er machte
seine Stu dien in Ludwigsburg, widmete sich dann der militärischen Laufbahn, trat 1796 als
Gemeiner in das Tiroler Scharfschützen-Regiment ein, mach te 1799 und 1800 als Ober-Lieutnant
die Feldzüge gegen Napoleon mit. Im Jahre 1818 b egegnet er uns als k. k. Hauptmann,
1823 als Oberst-Lieutenant und Generalkommando-Adjutant in Ober- unb Nieder -Oesterrei c h;
1832 als Oberst. 1848 tat er sich als Feldmarschall-Lieutnant unter Radetzky in den Kämpfen
gegen Italien her vor. Er starb in Wien als k. k. Fe l dzeug meister und I nhaber des 25. Infan ­
terie-Regimentes am 25. März 1858 — Gusta v von Wocher beschäftigte sich auch mit Landschaftsm
 al e rei, worin er Vorzü gli ches geleistet haben soll. (Vgl. C. v. Wurzbach: Biogr. Lexikon
 des Kaisertums Oesterreich (von 1750 an). Bd. 57. 28)

Dessen Schwester K aroline von Wocher war vermählt mit Franz von Vintler zu Platsch
und Rung ge lstein, k. k. Gubernialrat, Kreishauptmann zu Bregenz, Landvogt und Präses
der vorarlbergischen St ände, kgl. Bayer ischen Landeskommissär von Vo r arlberg, gest, im 39. Jahre
seines Alter am 21. April 1807 in Bregenz. Karoline überlebte ihren Gemah l fast um zwanzig
 Jahre und starb in Meran ant 22. Aug. 1826.

Angehörige der Familie Woch er gibt es dermalen noch in Schwaben und Bayern: ein
Zweig derselben fand sich noch vor etlichen Jahren in Möggers und Breg enz; diesem Zweig
gehörte auch der im Jahre 1895 verstorbene Abt Lauren z Woch er non Mehrerau, gebürtig
von Bregenz, an. Von Breg enz verpflanzte sich die Famili e vach Luze rn in der Schweiz
wo sie annoch blüht. — Dem G eschl echte Wocher entsta mmt en auch die bei Wurzbach (a. a. O.)
erwähnten Maler und Radierer Marquart und Theodor Wocher. — Zur geneal ogischen Literatur,
 vgl.: Kaspar Schwärzler: „Familie von Wocher " im Vorarlb. Volksbl. 1897, Nr. 272
und die Stammbaumauszüge im Vorarlb. Landes-A.

3. Allodialisterung des Lehens (18 32); dermaliger Bestand des Gutes.

Schon seit langem strebte die lehensinhaberische Fam ilie von Wocher auf die
Allodiali sierun g und den Verkauf des Lehenssitzes hin. Eine Hauptschwieri gkei t
für die Durchführung dies es Planes bildete die Ungewißheit darüber, was auf
dem Gute Oberlochen als herrschaftlicher Lehensbesi t z und als Allod der Inhaber zu
betrachten wäre. Die m ehrfachen Bemüh ung en, in dieser Hinsicht eine genau e
Feststellung zu erzielen — so am 9. Jän ner 1800 und wiederum am 24. Febr. 1804
blieben ohne Ergebnis. Die Sch ätzung des gesamten Gutsbestandes, Lehen und Allod

28) Nach Jos. Strack: Die Generale der österr. Armee.
            
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