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Full text : Der Edelsitz Oberlochen

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zusa mmen, die am 16. Juni 1818 amtlich vorgenommen wurde, taxierte den Wert
auf 8000 Fl. Im Berichte des Kreisamtes Bregenz an das Guber nitum für
Tirol und Vor arlberg über die geplante Allodiali sierun g d. d. 3. Okt. 1818 wird
darauf hingewiesen, daß von jeher die Hälfte der Güter für A llod, die andere
Hälft e für Lehen gehal ten wurde; weder die Familie noch der Lehenshof solle
sich im Besitze eines Lehe nsbriefes befinden; alle vorhan dene n Familienschriften
seien schon vor mehr als hundert Jahren vom Feuer verzehrt worden und die
g erichtliche n U rkunden bei Verlegung des Sitzes der Regi erung von Freiburg
nach Innsbr uck und bei Ueberweifung V orarlbergs an die Regi erung von Tirol
in Verlu st geraten, so daß keine Urkunde über die E rw erbungen beigebracht werden
kö nne. Hiebei muß je doch be merkt wer den, daß die einzelnen vorhandenen Lehe nsbriefe
 zwar die Lehensgüter aufzühlen, jedoch ohne Angabe der faktischen Abgrenzung
 und Vermarkung.

Zur Klarlegung der ganzen Frage weist der Vertreter der lehensinhaberischen
Familie und zugleich Verwalter des Güterbestandes, Advokat Wil lam von Bregen z
in se iner Eingabe vom 16. Juni 1818 darauf hin, daß an dem Gut, als Lehen
b etrachtet, nur die Söhne der von Wocher'schen Familie A nteil n ähmen, am Allod
jed och konkurrierte auch das weiblic he Geschlecht; diese U ebung best ehe schon seit
unv or denkliche n Zei ten.

Ueber die Grün de für die ang estr ebte Allo difizierung des Lehe nssitzes
 äußert sich der Vertreter folgendermaßen: das Gut fei h ins ichtlich des Erträgnisses
 schon lange ohne Bedeutung, es trage im ganz en jährli ch nur 280 Fl;
davon müßten jährlich wenigstens 50 Fl an Abgaben entr ichtet und weiters
davon die Gebäude unterhalt e n werden, und der Rest verteile sich unter die fünf
Teilhaber. Als solche bezeichnet er: Gustav von Woch er, k. k. Hauptmann, Louis
von Woche r k. k. Ober-Li eu tenan t, Franz von Wocher, Dr. med.; die Frau Karoline
 von Wocher, verwitwete Vintler, und die Wilhelmine von Woch er's chen Verla
 ssenschaft dahier. Die drei erstgenannten bezö gen die Hä lfte des Erträgnisses
von Ober -Lo chau als Lehensinhaber nach alter Ueb ung, die andere H älfte werde
als Allodnutzen von Gustav, Karoline und Wilhelmiue geteilt.

In sein er Eingabe vom 10. Nov. 1831 verweist Dr. Franz von Wocher als
Lehensinhaber und Le hensträger seiner Mitinteressenten und mit deren Einverständnis,
 im Vere in mit dein g eric htlich ernannten Nachkommenschaftskurator
Advokat Dr. Pircher, auf folg ende Umstünde zugunst en der Allodifizierung und
der dadurch frei werdenden Möglichkeit, das Gut zu veräußer n, hin: Unbedeutendheit
 des Leh ens; Schwierigkeit in Benützung des Leh enso bjekte s, vermöge welcher
es verpachtet wer den müßte — der Pachtschilling betrage nur 150 Fl jährlich —;
die Menge und Größe der La sten, die im Interesse des Lehens bestr itten werde n
müßten, und die den erwähnten k leinen Iah resnu tzen wo nicht ganz, so doch
größtenteils in Anspr uch nähmen; fe rner die dringende Notw endigkei t einer alsbaldigen
 Reparatur der Wohngebäu d e, wodurch auf Befund von Sach verständige n
ein für die mei sten I ntere ssenten unerschwinglicher Kostenaufwand von wenigstens wenigstens
            
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