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Full text: Vorarlberg. Erster Band

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und Rechnungsrevlsion, unabhä ngig von allem Einflüsse 
der landesfürstlichen Beamten. Auf dieser stä ndischen Kasse 
haftete zur Zeit des Ueberg anges an Baier n eine Lan­ 
desschuld von 800,000 fl., da gegen hatte sie bei dem 
Staate ein verzinsliches Kapital von 80,000 fl. liegen, 
das von dem Ankäufe oder Pfandauslösung ver schied ener 
Herrsch af ten, zu welche n das Geld vorgeschossen wurde, 
seinen Ursprung nahm. Eine an dere Einnahm e, und 
zwar die vorzüglichste, be stand in den Steuern, mit wel­ 
chen die Grunds t ücke nach dem Schä tzun gswer the, ohne 
Rücksicht, ob sie mit Schulden belastet seyen oder nicht, 
belegt ware n. 
Mit dem Jahre 1770 wurde eine neue Steuerord­ 
nung eingeführt, welc he von der alten darin abwich, daß 
die Schulden bei dem Ansc hläge der Grundstücke abgezo­ 
gen wurden, den Ausfall dec kte man durch Bes teu erung 
des beweglichen Vermögens, von der man früh er nich ts 
wußte. In so fern diese Steue rordn ung auf den Bauers­ 
mann Bezug hatte, nann te man die Abga be Rustikal­ 
steuer, die nach den eintretenden Bedü rfnisse n ein-, mehr-, 
ja bis zehnfach erhoben wurde. In ältern Rechnunge n 
kommt der Ausd ruck Schn itz oder Schn itz geld vor, wahr­ 
scheinlich von Abschnitt in der Ver rechn ung einzelner Be­ 
zirke, da runter war nichts an deres gemeint, als das Be­ 
treffni ß, welch es zu bezahlen jedem einz elnen Stand e zur 
Bestreitung der Landes vertheid igungsk osten ob lag. 
Im näml ichen Jahre kam auch die Do mi n ikalsteuer 
in Gang, welche von dem beweglichen und unbeweglichen 
Vermögen der Klöster, Weltpriester, Kirch en, Stiftungen, 
weltlichen Herren eingehoben wurde und in die ständische 
Kasse floß. Die Zumuthung, auch die Dominika l s teuer 
so vielfach, als das Land die seinige, zu entrichten, ward ward
	        
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