Vorrede.
Ueber ein Ländchen zu schreiben, das ungefähr 44
Quadra t meilen in sich hält, und nicht ganz 100 ,000
Me nschen zählt, mag Vielen für ein U nterneh men gel
ten, das be sser unterblieben wäre; und dennoch macht
Vorarlberg ein Glied in der Kette großer Ereig
ni sse, welche ganze Re iche erfchütterten, aus. Den
Zusammenhang hat der Rost der Zeit gelöst, und vie
les ist in Vergessenh eit gesunken, das, wieder in das
Licht gestellt, manche Verhältnisse von einer bisher un
bekannten Seite betrac hten läßt.
Zu sammeln, was noch übrig war, und in ein
Ganz es zu vereini gen, macht e sich der Pri ester Franz
Joseph Weizenegger in Breg enz zur Aufgabe,
als ihm das Un glück begegnete, in feinen best en Jah
ren von einem Obstbaume herabzufallen, tinb für die
Seelsor ge unbrauchbar zu werden. Mit Muße und ei
genem Vermö gen aus gest attet, fing er an, die Archive
in Bregenz, Mehrerau , Hohene ms, Feld
kirch, Bludenz und den alten Edelsitzen des Lan