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Full text: Vorarlberg. Erster Band

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durch Geb oth, Verboth, Satzungen, Drohen und gefäng­ 
liches Anhalten der Gerichtspersonen. 
4. Wenn Jeman d einen Andern mit Gewalt sei ner 
Güter und Habe entsetzt, oder Personen vor dem Ge­ 
richte sich schlagen, beschädigen und verletzen. 
5. Entspringen aus einer abgeurtheilten Sache ne uer­ 
dings Rechtsstreite, so müssen sie wied er zum Freig e­ 
richte , welches das erste Urtheil gesprochen hat, geb rücht 
werde n. 
6. Befindet sich ein Pr ivilegirter in der Acht, und 
hat sich von derselben in Zeit von einem Jahre einem 
Monat und eine m. Tag nicht frei gemacht, so ist sein 
Privilegium erlos chen, und er kann vor das Landgericht 
gefordert werde n. 
g. Acht- und Aberachterklärung. 
Ist eine Person in den Kirchenbann gerathen, und 
der geistliche Richter, der aber innerhalb des Landgerichts­ 
umfange s sich befinden muß, sucht um die Vollziehu ng 
des Kirchenbannes an, so sc hreitet das Landgericht ohne 
Ausnahme ein, und erklär t den Gebannten auch in die 
weltliche Acht, von der er nicht losgesprochen wird, bis 
der geist liche Richter den Kirch enba nn ausiöst. 
Ferners, wer dem Landgerichte ungehorsam ist, und 
nach geschehener Vorladung bei den drei anberaumten 
Gerichtsterminen nicht erscheint, ist in die Acht verfallen. 
Wird diese gerich tlich aufg e hoben, und die nämliche Per­ 
son zeigt sich zum zweiten Mal ungehorsam, so wird über 
sie die Aber acht verhängt . Bestrebte sich ein Geächteter 
nic ht, binnen einem Jahre einem Monat und einem Tag 
den Kläger zufrieden zu stellen, so konnte auch der gei st­ 
liche Ri chter angerufen, und über den Hartnäckigen der
	        
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