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Full text: Vorarlberg. Erster Band

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darf sich ohne Anstand für dessen Treue verbürgen. 
Die Kunst/ Urku nden zu lesen, setzt — wie Westen­ 
rieder in seinem Glossarium bemerkt — noch eine 
zweite voraus, nämlich: sie richtig zu verstehen. Soll­ 
ten sich also Irrunge n eingeschlichen haben, so kom­ 
men sie gewiß nur auf Rechnung der ang efü hrten Be­ 
merkung. 
Wie wenig einladend die Umstände, unter welchen 
die vorgedachte Sammlung mitgetheilt wu rde, waren, 
kann jeder leicht beur t heilen, der nur einmal sich mit 
Arbeiten dieser Art beschäftigte. Ab gesehen von Zeit 
und Mühe kann nur von Dingen Berich t gegeben wer­ 
den, die in einen kleinen Umkreis ge hören, zunäch st 
nur für den Landes angehör i gen von einem Be lange 
sind, und rücksichtlich der Darstell u ng so sehr auf Nach­ 
sicht der Leser rechnen müssen. Mitunter vern ahm man 
wi eder den Wuns ch, daß Schriften, von denen man 
so viel erwartete, nicht verborgen ble iben oder gar 
verlo ren gehen möchten; indem Vora rlberg, was 
die ältere, mittlere und selbs t ne uere Zeit angeht, nicht 
nur für die nähern Umgebungen, sondern auch für 
manche Mitbürger des nämlichen Staates, zu welchem 
das Ländchen geh ört, ein verschlossenes Buch sey. 
Ueberzeugt von der Ric htigk eit dieser Ansi cht machte 
man gleichwohl den Versuch, die untereinander gemisch­ 
ten Papiere nach der Zeitfolge anzureihen, Auszü ge 
zu nehmen, und eine Zusam me n stellung zu bew irken. 
Es zeigte sich bald die Nothwen digkeit, viele Werke, Werke,
	        
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