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wählt ans den vor gesc hlagenen Einen zum Ammann, die
andern Drei zu Richtern, wenn sie nicht unter sich oder
zum Ammann in naher Verwandtschaft stehen; in diese m
Falle unterliegen die Richter einer fer neren Wahl. Ist
das Ger icht gehörig besetzt, so üb ertragt diese s das Wai-
bcla mt einem tauglichen Mann. Die Kosten der Gerichts
wahl hat die Gemeinde zu bestreiten.
b. Obliegenhe i ten des Gerichtes.
Der Ammann und seine Beisitzer sind verbi ndli ch, des
Jahres vier Hofgc r ichte zu halten; die Parteien, cs seyen
einh eimische oder fremde, wen ige oder viele, erlege n jede
20 Schilling Pfenning, in welche sich der Ammann, die
drei Richte r und der Waibel gl eich theilen, und darau s
ihre Zehrung be stre iten; sind die Zehrungskostett größer,
so haben die Gerichtspersoncn das Mange lnde aus dem
Eige ne» zu ergänzen. — Verlangt Jeman d ein außeror
dentli ches Gerich t, so muß cs der Amman n auf Kos te»
des anrufenden Theiles gewähren, für Speise und Loh»
gebühren dann seder Gcrichtspe rson , wie auch dem Wai
bel, 4 Batzen . Ruft eine Partei das Ge richt als rath en
de» Beist and an, so begibt sich der Amman n und Wai
bel zu der Obrigkeit, vor welch er die Sache verhand elt
wird, die Partei ersche int ebe nfalls, und bezahlt für Zeh
rung und Unk osten 1 fl. an den Ammann und Waib el.
— Begehrt Jema nd ein Schaden g er icht, so.soll dersenige,
dem der Tag ges etzt und gehal ten wird, bei» Ammann
lind Ge richt schuldig seyn, und gebe» 4 fl., dem Schrei
ber 5 Schilling, und eben so viel dem Waibel. Treffen
mehrere Parteien auf den nämlichen Tag zus ammen, so
bezahlen auch die übr igen ein ige Gerichtskostcn, wie man
cs für bill ig erkennen wird. —* Sollt e die Herrschaft 15