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Full text: Vorarlberg. Erster Band

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Gulden Lohe aussühren; jetzt müssen sich die Gärber viel 
an die Rinde der Roth-Tanne halten, um die Gruben 
damit zu füllen. 3. 
Mineralien. 
Die Kennt niß der Fel sarten oder Gebirgsg e stei ne Vor­ 
arlbergs, so wie der Metalle, Salze und brennbaren 
Stoffe di eses Naturreic hes ist sehr wenig vorgesch ritten, 
und war tet noch immer auf sach kundig e Forscher; im 
Allgemeinen läßt sich sa gen, daß die Ha up tge birgsart aus 
Ucbcrgangskalk, der auf Thonschiefer aufsitzt , bestehe. Na- 
ge lflue ist um Brege nz häufig, und Gneis — hier Geis­ 
berger genannt — findet man viel im Walde zu Tisis, 
ohne Geb irge anzutreffen, von welch em sich diese Trüm­ 
mer abgelöst hätten; sie mögen wie die Findlinge am 
Bod ensee ans der Zeit Herkommen, in welcher die Glet­ 
scher gebo rsten sind, auf große n Eisstücken schwammen 
solch e Steine vielleicht lange herum, bis sie sich ablager­ 
ten und das Eis allmalig schmolz. Der Nutzen, den das 
Land aus den Mineralien zog, und zum T heile noch jetzt 
hat, besteht in Folgendem: 
Auf Si lber wurde im cil ften und zwölften Jahrhun­ 
dert im Montafun gebaut , und wahrscheinlich sind die 18 
Zentner 32 Pflln d Erz, die int Nationalkal ender des Jah­ 
res 1821 angeführ t sind, indem aufgelassenen Bergwerke 
des Silberthales zusammen gel esen worden, oder sie sind 
aus der Alpe Schönemann in der Grafschaft Hohenems, 
in welch er man (Ulf Silb er und Blei grub. 
Eisenerze gibt es mehrere Gattungen. Im Montafun 
waren acht Schmelzöfen, welche Rotheisen- und Magnet­ 
eisenstein ver arbeitet en; in St. Bartholomäberg be nützte 
man den Spatheisenstein und in Dornbim Thoneisensteitt.
	        
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