Skip to main content

Full text: Vorarlberg. Erster Band

303 
che einen Betr ag in barem Gelde zur Hand, der im Ver­ 
gleich e mit früher n Zeiten als groß angesehen wurde. — In 
der Weberei kam der sogen annte Sch nell schuß in Gang, 
bei dem das Schiffchen durch Federk raft hin und her ge­ 
schnellt, und sehr breite Stücke gewoben wer den konnten. 
Dieß gab wied er dem Drechsler Verdienst, der sich mit 
Verfer t igung der Schiffchen nach Abzug für das Mate­ 
rial täglich auf 3 fl. bringen konnte. — Die fertig en 
Baumwollze uge wurden mit Bl umen น. dgl. bezeic hnet, 
kamen auf die Stickrahme, und nicht nur Mädchen, son­ 
dern auch das männliche Geschlecht sah man mit dem 
Flach- und Hohl stiche , mit Ausnähen oder Ausschne i den 
der Fäden aus geblümt gewobe nen Zeu gen beschäftiget. 
In dem fleißigen Dornbirn allein arbeiteten im Jahre 
1796 an 600 Weber, jedes fertige Baumwollstück brachte 
dem Man u fakturherr n einen Duk aten reinen Gewinn, und 
der Gesammtverdicnst wurde da mals auf 60, 000 fl. jähr, 
lich angeschlagen. 
Maschinengarn. Währen d der bai er ischen Regierungs­ 
zeit von 1806—1814 mach te man in Dornbirn den Ver­ 
such, den Flachs mechanisch zu spinnen, und die Lein­ 
wandmanufaktur, we lche vor etwa 200 Ja hren eine vor­ 
zügliche Beschä ftigung des Lande s ausmachte, wied er em, 
por zu bringen; so, lautete wenigstens der Titel, unter 
wel chem das Gew erbe erscheinen sollte. Der Zweck wurde 
nicht erreicht, und wollte man die Ausgaben für Ge­ 
bäud e, Wasserleitung und Maschinenbestandtheile nicht 
umson st gemacht habe n, so mußte sich die Anstalt in eine 
Baumwollspinnerei umändern. Vergleicht man die Be­ 
handlung der Baumwolle, ihre Rei nigung von Samen­ 
körnern, und das Lockern durch Schla gen mit Stäbchen 
aus frei er Hand, die Charten- und Sp innst ühle rc. mit mit
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.