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anhei m stel len. — Seit zehn Jah ren schießen verschiedene
Industriez weige in Vorarlberg wie die Pilze in der Nacht
hervor , und bringen mit dem Guten auch viel Schlim
mes zu Stan de; eine der ers ten und allgemeinsten Kla
gen ist der Verfall der Sittlichkei t . Scho tt die Römer
maßen alle Schuld ihres Verderbnisses dem Gelde bei,
und nicht mit Unrec ht, wenn man nur nicht das Metal l,
sonder n se inen verkehrten Gebrauch auklagt. Der Geit zige
zählt es in seine Kiste n ein, bis der Lieb lings affe, wie
in Gel lerts Fabel, die Du katen zunl Fenster hinaus wirft ,
wenn ein ein träg liches Geschäft etwa den Herrn von der
Zählung ab rief; der Verschwender fährt mit Ertrapost
durch das Leben, kauft sich schädlichen Genu ß, Krankheit
und Tod. Vergebens ist die Mühe, Leidens chaften aus-,
zurotten, ihre wilde Kraft läßt sich nur im Zaume hal
ten, und sogar zum Guten lenken.
Ein groß er Fabrikunternehmer in Engla nd pflegte zu
sag en: "Wenn mein Arbeiter seine Ersparnisse auf zwei
"Thaler brin gt, so ist er geborgen. " — Die Lösun g die
ses Räthsels liegt in einer Spa rkasse, die wohl dem
Namen nach bekannt ist, aber in unse rem Kreise nicht
besteht. An Ver dienst gebricht es nicht , und mancher Ar
be iter hat 10 bis 12 fl. vorräthig, die er nicht sic her
unterzubringen weiß; wäre dieß, so käme nicht mehr
der Tag allei n, sondern Mon ate und Jah re, und se lbst
die Aussicht auf eine an ständige Verheirathung bei ihm
in Berechnung, das Ehrgefühl würde erwachen, was die
Menschen zu schätzen gew ohnt sind, gewinnt allgemach
das Ans ehen der Tugend; reich seyn wird Verdienst, Ar
muth ein Verbrechen; kein Geld, heißt auch keine Tu
gend haben. (Bu lwer Engl. I. 38.) — Strenge Richte r
werden den Eigennutz als Beweggrund zllNl Guten ver