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Full text: Vorarlberg. Zweiter Band

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Die kl eine Berggemeinde, welche tiefer unter dem 
Kloster ihre Grundstücke baut, ist nach Röttis eingepfarr t, 
hat aber einen Kuratpriester, der in dem Minoritenge­ 
bäude wohn t. k) 
Weiler. 
Orte, welche keine eigene Kirche und Seel sorge hat­ 
ten, nannte man Villa, das mit dem nämlichen Begriff e 
um das Jahr 1490 nach der deutsche n Mundart in Wei­ 
ler überging, als solches gehörte es zu Rankweil . — Die 
Pest, welch e in den Jah ren 1624 und 1635 im Lande 
wüthete, verm ochte die Bewohne r zu Wei ler eine Kirche 
zu ba uen, die im Jahre 1638 fertig war, und zu nach­ 
mittägigen An dachten ohne eige nen Priester die nte. Ein 
une rwart eter Stifter trat im Jahre 1700 auf. 
Chri stoph Sudrell, Pfarrer zu Loosdorf in Unter öster­ 
reich, hatte seine Seelsorge resignirt, und sich in We iler 
niedergelassen. Mit hinl änglichen Mitteln versehen, wid­ 
mete er ein Kapit al, von dessen Zins en ein Pfarr er le­ 
ben kon nte, der Gemei nde, und bet rieb die Errichtung ei­ 
ner eige nen Seelsorge. Siebe n Jahre zogen sich die Ver­ 
handlungen hina us, endlich erfolgte im Jahre 1708 die 
Verwilligungsurkunde von Seite des Ordinariates in Chur. 
— Sudrell ver ordn ete, daß seine Verwandten und ihre 
Nach kommen , wenn sie tauglich befunden werden, die er­ 
sten A nsprüche zu die ser Pfarrstelle haben sollen; sind 
keine vorhanden, so treten Angehörige von Weiler in die­ 
ses Recht ein, mange ln aber auch die se, so sind Ein ge- 
borne von Nüziders hiezu beruf en. 
I) Klaus. 
Des alten Na mens Kalchern dieses Ortes und der 
eigentlichen Klaus e ist bei den montfor tischen Burge n ge­ 
dacht worden; das Stift St. Gallen hatte hier mehrere
	        
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