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schon im Jahre 1377 ein altes Bur gstall; so nannte man
den Platz, welch en sonst eine zerfallene Burg einnahm.
Jagd berg ist berei ts im §. 1 angcmcrkt, und fetzt
ganz zerfallen, wenn nicht etwa die Pfar rwohn ung in
Schnivis aus einigen Ueberresten desselbe n besteht.
Sonn enbe rg. Nach Guler (S. 220 b.) ist dieß ein
alter Grafensitz, vielleicht stamm t Godefried von Son
nenberg, den Bncelin (Rhaet. 196) schon im Jahre 948
dem Turniere in Kons tanz beiwohnen läßt, aus diesem
Schlosse. Die Nachkommen sollen ihre Be sitzung mit den
Fürsten von Oesterreich gegen Holenbr unnen vertauscht,
und dort ein ande res So nnenberg gebaut haben. Ge
sch ichtlich tri fft man die Montfort-Werdenberg und spä ter
die Tr uchses sen von Waldburg im Besitze, bis es im
Jahre 1474 von dem Erzherzog Sigmund zerstört wurde,
wovon in der Folge die Rede seyn wird.
Schatt en burg, auf der Anhöh e unter dem Steinwald
zu Feldkirch, ist noch das ei nzige verbliebene Baudenk«
mahl der Montfort. Wenn Guler (S. 219) die Ent
stehung des Schlosses zwischen die Jahre 855 und 875
setzte, so ist cs wohl eine Verwe chslun g mit Altmontfort;
richtiger schei nt Bucelin (R haet 211) dcu Bau um das
Jahr 1022 mit Clus und Tostcrs zu set zen, als die
gräfliche Familie stark hcran wuchs . Darin sti mmen alle
Chronikschreiber überein, daß die Burg früher als die
Stadt geg ründet wurde, und letzt ere am Fuße derselben
ihren Ursprung nahm. — Wie sie jetzt be steht, mögen wobl
wen ige Mauern mehr an ihrem alten Platze seyn, so
wurde sie nach Erfindu ng des Sc h ießpulvers zu einer
Veste umgestaltet. Das gegenwärtige Gebäud e hat viele
Aehnli ch keit mit dem Schlosse zu Vaduz, von welche m
ein Thurm die Jahrzahl 1513 trägt.