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gea chtet wurde die wissenschaftliche Bildung nicht vernach
lässigt; gewöhnlich schickte man zwei jüngere Herren an
hohe Schulen, um ssch in der Beredsamkeit, Dichtkunst
und gri echischen Spr ache unterrichten zu lassen, und dann
als Lehrer neu eingetretener Mitglieder verwendet zu wer
den; so befand sich Christian Metzler im Jahre 1590 an
der Universität zu Dillingen in Schwaben, und würde
mit dem erste n Preise be ehrt worde n seyn, hätte ihn nicht
int Wi nterhalbj ahre eine schwere Krankh eit von den Stu
dien abgehalten. Im Kloster selbst wurde immer ein Prä
zep tor für die Chor- oder Singkna ben gehalten, um ihre
mehrseitige Bildung zu fördern.
Obgleich das Licht der Gelehrsamkeit in frühe rn Zei
ten von St. Gallen aus ging, so hatte doch die Mehrerau
einen solchen Borsprung gewonnen, daß benachbarte Klö
ster sich hieher wendeten, um einzelne Lehrer für ihre
jun gen Leute zu erh alten, oder die verfallene Zucht und
Ordnung wied er herzustell cil . In der letztern Absicht be
rief der Abt Dominikus von Jsny nach den Stür men der
Reformation aus der Mehr erau den P. Alois in sein
Klost er, ein Ande rer befand ssch als Leh rer zu Ottobeuern,
und selbst der Fürst von St. Gal len, Cölestin Sfo ndrati,
sah sich in der Lage, in der Mehrerau um den P. Mi
chael anzuftlchen, damit er den jungem Konventher re n in
Rorsch ach im Jahre 1689 Unterricht ertheile. Ob P. Be
ned ikt Frey, der im Jahre 1619 in dem Kloster Ossiach
in Kärnthe n starb, aus ähnlichen oder andern Ursachen
dahin gelangte, läßt sich nicht bestim men, cs ist nur der
Ort und das Jahr sein es Todes aufgezcichnct. Es scheint,
dieses Stift sey mehrm iil fremder Aushülfe bedürftig ge
wesen, denn int Jahre 1622 erhielt es den P. W ilhelm
Schw eizer ans dem Kloster Wiblingen zum Abte. (B raig.