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5. Montsorttsche Besitzungen anfier Vorarlberg.
Mächtig an kand und Leute n waren die Montfort,
und unter einem Haupte vereinigt, möch te es den deut
schen Wahlsürsten eben so zweckmäßig ges chienen haben,
im Jahre 1273 einen Montfort auf den Thron zu er
heben, wie es mit Rudolph von Hab sburg geschah; allein
die immerwährenden Theilungen schwächten ihre Macht;
Eifersucht, Neid und Haß der verschiedenen Li nien bra
chen in offene Fehde n aus, die das Land zu Grund e rich
teten; hier aus entsprun gen e Armut h zwang zum Ver
pfänden und Verkaufen einzelner Her rs chaftstheile, und
end lich des Ganz en; Todfälle räumt en in der Familie
gleichfalls auf, und so sank ein mehr als tausendjähriges
Geschlecht in das Grab.
Albrecht der jüngere von Bl udenz verkaufte im Jahre
1395 das Rheinthal an die österreichischen Herzoge. Frie
drich mit der leeren Tas che mußte es w ährend seiner
Achtserklärung geschehen lassen, daß Kaiser Sigmund das
Rheinthal im Jahre 1415 an Leonhard von Jungingen
und Frisch Hansen von Bodmann ver pfänd ete, das Ein
lösungsrecht aber im Jahre 1424 an den Grafen Frie
drich von Toggenburg übertrug. Diese r gab Rheinegg
im Jahre 1425 an die Brüder Ulrich und Konrad von
Payr, deren Nachkomme Jakob froh war, daß ihm die
Appenz eller den Pfandsch illin g von 6000 fl. erstatteten,
und das Pfand an sich zogen.
Sargans verer bte sich bis auf den Grafen Georg,
welcher in Chur zur Do mpr obstei ge langt war. Da es
ihm nicht gefiel, seine geistliche Würde nied er zu legen,
und in so stürmis ch en Zeit en die Herrschaft anzutreten,
so sc hloß er mit den Eidgenossen im Jahre 1483 einen
Kauf ab, und üb erließ ihnen Sargans für 13 ,000 si.