341
in 11 Jah ren 1980 fl. hekgab. Das neue Seminar
wurde in Meer sburg am Allerheillgenfeste 1739 eröffnet,
Dießle dahin als Subregens berufen, und die Kronhal
den fiel wie der an Boch zurüc k.
Um nicht Geld und Mühe umsonst aufgeopfert zu
ha ben, beschloß er, ein Ererzizienhaus zu stiften, in wel
ches sich die Seelsor ger der Gegend auf ein ige Tage zu
rück zieh en könnte n, um ihren Geist wied er zu sammeln.
So entstand eine Pfrün de unter dem Titel: Maria vom
guten Rat he, ein jeweiliger Kaplan erhielt 300 fl., Woh
nung, und einen Gar ten mit nachstehenden Verbindlich
keiten r
1. Wöchentlic h eine heil. Messe für das Haus Oester
reich und zwei für den Stifter und dessen Verwandtschaft
zu les en.
2. Wenn freiwillige Bei träge eingehen, wie es zu
hoff en sey, so soll ein Hülfspriester angcstellt werde n,
und dann beide geh alten seyn, vorzüglich dem Stadt
pfarrer in Bregenz, und nöt higen Fall es im ganzen Ka
pitel Aushülfe zu le isten.
3. Neh men die Jesuiten mit den Priestern die jähr
lichen Gei stesver samm l ungcn vor, so haben sie dens elben
beizuftehen, und sie bei den, alle fünf Jahre üblichen
Mission en IN der Kronhalden zu verpflegen.
4. Jährl ich sollen 15 ft. auf Unterhaltung des Ge
bäudes, auf Kirchen para men te und zur Vermehrung der
vom Stif ter Hergelaffenen Biblioth ek in drei gleiche n Thei
len verwendet werden.
8. Bei jeder Veränderung , Tau sch, Kauf, Veräuße
rung 1C. sind die zwei ältesten Glieder der Stifterfamilie
zu berathen, und jedes Jahr an dieselben eine Rechnung
zu stellen.