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Full text: Vorarlberg. Zweiter Band

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in 11 Jah ren 1980 fl. hekgab. Das neue Seminar 
wurde in Meer sburg am Allerheillgenfeste 1739 eröffnet, 
Dießle dahin als Subregens berufen, und die Kronhal­ 
den fiel wie der an Boch zurüc k. 
Um nicht Geld und Mühe umsonst aufgeopfert zu 
ha ben, beschloß er, ein Ererzizienhaus zu stiften, in wel­ 
ches sich die Seelsor ger der Gegend auf ein ige Tage zu­ 
rück zieh en könnte n, um ihren Geist wied er zu sammeln. 
So entstand eine Pfrün de unter dem Titel: Maria vom 
guten Rat he, ein jeweiliger Kaplan erhielt 300 fl., Woh­ 
nung, und einen Gar ten mit nachstehenden Verbindlich­ 
keiten r 
1. Wöchentlic h eine heil. Messe für das Haus Oester­ 
reich und zwei für den Stifter und dessen Verwandtschaft 
zu les en. 
2. Wenn freiwillige Bei träge eingehen, wie es zu 
hoff en sey, so soll ein Hülfspriester angcstellt werde n, 
und dann beide geh alten seyn, vorzüglich dem Stadt ­ 
pfarrer in Bregenz, und nöt higen Fall es im ganzen Ka­ 
pitel Aushülfe zu le isten. 
3. Neh men die Jesuiten mit den Priestern die jähr­ 
lichen Gei stesver samm l ungcn vor, so haben sie dens elben 
beizuftehen, und sie bei den, alle fünf Jahre üblichen 
Mission en IN der Kronhalden zu verpflegen. 
4. Jährl ich sollen 15 ft. auf Unterhaltung des Ge­ 
bäudes, auf Kirchen para men te und zur Vermehrung der 
vom Stif ter Hergelaffenen Biblioth ek in drei gleiche n Thei­ 
len verwendet werden. 
8. Bei jeder Veränderung , Tau sch, Kauf, Veräuße ­ 
rung 1C. sind die zwei ältesten Glieder der Stifterfamilie 
zu berathen, und jedes Jahr an dieselben eine Rechnung 
zu stellen.
	        
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