in.
Graf en von Waldbnrg.
Durch den Anka uf der Herrschaft Sonnenberg reihten
sich die T ruchses sen von Waldburg *) dem Adel unseres
Landes an, wurden da in den Graf enstaud erhoben, und
bli eben 56 Jahre Mitgenossen.
*) Truthsazzo nann te man in St. Gallen um das Jahr 973 die jeni
gen, welche dem Herrn die Speisen versetzen. Daher die Ablei
tung von dem altdeutschen Worte Truthen — Herr — und saz zen
— set zen. (Von Arr I. 235.)
Die Stammburg di eser Herr en steht zwischen Ra vens,
bürg und Wangen auf einer Anhöh e mit sehr schö ner Aus
sicht auf den Bodensee. Ihre Geschlechtsnachweisung soll
bis in das 4. Jah rhun dert zu rück ge hen; uns genügt zu
wisse n, daß Wer nher im 12. Jahrhun dert das Truchsessen-
amt erwarb, der Sohn Gebh ard gründete die Linie der
Schenk von Winterstetten, deren Nachkomm en unter den
Kaise rn Kon rad III., Friedri ch I. und Heinrich VI. an
sehnliche Hofämter ver walteten. Eberhard war Landvogt
ill Schwabe n, dessen Sohn Heinrich mit unerschütterlicher
Treue an Konradin, dem letzt en Hohe nstaufen , festhielt,
und deswegen die drei schwarzen, ho hens taufisch en Leo
pard en in seinen Schild aufnehmen durfte. Um das Jahr
1343 blüh te ein anderer Eberhard, welcher Agnes, eine